Nach Sicherheitsgipfel
Fans drohen dem DFB mit Ende der Zusammenarbeit

Fanorganisationen sind verärgert über die Ergebnisse des Sicherheitsgipfels und fühlen sich nicht in die Entscheidungen einbezogen. Manche drohen dem DFB und der DFL sogar mit einem Ende der Zusammenarbeit.
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BerlinAus Ärger über die verschärften Stadionverbote gehen Fanvertreter auf Konfrontationskurs mit den deutschen Fußball- Verbänden. Einige Organisationen drohen nach dem Berliner Sicherheitsgipfel, die Zusammenarbeit mit Deutschem Fußball-Bund und Deutscher Fußball Liga einzustellen.

„Wir werden darüber nachdenken, ob wir weiterhin in der AG Fanbelange des DFB und der DFL mitarbeiten wollen. Sollte es soweit kommen, würde es meiner Einschätzung nach ein klares Votum bei uns geben“, sagte Philipp Markhardt von ProFans, die in der Arbeitsgruppe vertreten sind, am Mittwoch. „Man muss ein Zeichen setzen, dass es so einfach nicht geht. Wir sind sprachlos.“

Bei der Sicherheitskonferenz hatten 53 deutsche Proficlubs auf Einladung von DFB und DFL sich neben einem Verhaltenskodex einstimmig unter anderem auch auf eine Verlängerung der Stadionverbote geeinigt. Diese sollen von bislang drei auf fünf und in „extremen Ausnahmefällen“ auf zehn Jahre erhöht werden. Diese Rücknahme einer Aufweichung von 2007 muss noch vom DFB-Präsidium beschlossen werden.

Der Verband betonte, dass die Überarbeitung des Stadionverbotsverfahrens in der Task Force Sicherheit, an der auch Fanvertreter beteiligt sind, zuvor als Empfehlung aufgenommen worden war. „Für intensivere Fälle muss es gerade im Sinne der friedlichen Fans erlaubt sein, mit einem Gewalttäterausschluss zu antworten“, betonte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert. Die im Vorfeld bereits eingerichtete AG Stadionverbote werde unter Beteiligung von Fanorganisationen von August an Details ausarbeiten.

Markus Delnef von den Queer Football Fanclubs beklagte, dass sich die AG Stadionverbote noch gar nicht konstituiert habe, aber bereits mit Ergebnissen konfrontiert sei. „Das ist unglaublich. Meine persönliche Meinung ist: Dann ist die AG eine Farce, ein Feigenblatt und hat keine Existenzberechtigung“, sagte der Mainzer.

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Angst vor einem Stehplatzverbot

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  • „Wie kann ich einem 17-Jährigen eine Perspektive bieten, wenn er zehn Jahre Stadionverbot bekommt?“

    Was ist denn das für eine Aussage ?

    Wir wollen schöne und interessante Fussballspiele mit friedlichen und sportbegeisterten Fans auf den Rängen. Was wir nicht brauchen, sind Vollpfosten die nichts anderes im Sinn haben zu stören und um jeden Preis negativ auffallen wollen. Solche gehören ausgeschlossen und müssen die Konsequenzen für ihr Handeln vollumfänglich tragen - egal welchen Alters !

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