Niederlage gegen Ecuador
Polen verpatzt den WM-Auftakt

Die Weltmeisterschaft 2006 hat ihren ersten Überraschungssieger! Die favorisierten Polen verloren am Freitagabend in Gelsenkirchen gegen die Mannschaft aus Ecuador mit 0:2. Damit stehen die Osteuropäer in der Gruppe A, in der Deutschland Costa Rica zuvor mit 4:2 besiegt hatte, bereits nach dem ersten Spieltag gehörig unter Druck.

Will das Team von Trainer Janas Pawel das Achtelfinale erreichen, ist ein Sieg gegen Deutschland am Mittwoch in Dortmund ist Pflicht. Ecuador kann dagegen mit einem weiteren Sieg gegen Costa Rica den Weg in die K.o.-Runde schon fast ebnen. Überragende Spieler bei Ecuador waren Spielmacher Edison Méndez und Torjäger Augustin Delgado, der das 2:0 erzielte (82.). Das 1:0 hatte sein Stürmerkollege Carlos Tenorio in der 42. Minute nach Zuspiel von Delgado per Kopf erzielt. Der 31-jährige Delgado wurde anschließend zum Spieler des Tages gewählt.

Die Partie war nur in wenigen Phasen hoch klassig, dafür über die gesamten 90 Minuten hoch spannend. Die Polen, die in der ersten Halbzeit mit Maciej Zurawski nur mit einer echten Spitze spielten, waren vom Anpfiff weg sehr aggressiv. Wenn sie in Ballbesitz waren, versuchten sie sofort schnell nach vorne zu spielen. Die Elf aus Ecuador begann dagegen verhalten, nahezu lässig auf Konter wartend, stand aber sehr wohl sicher in der eigenen Abwehr.

Polens Bemühungen liefen oft über Euzebiusz "Ebi" Smolarek von Bo-russia Dortmund auf der rechten Seite oder Jacek Krzynowek von Bayer Leverkusen auf der linken Seite. Doch trotz einiger gelungener Szenen kam die Elf von Trainer Pawel Janas kaum gefährlich vor das Tor der Südamerikaner. Janas war 1982 übrigens zusammen mit dem Vater von Ebi Smolarek, Wlodzimierz Smolarek, Dritter bei der Weltmeisterschaft in Spanien geworden. Doch je mehr Minuten in der ersten Hälfte verstrichen, je unzufriedener musste Janas, der große Autorität bei den Spielern genießt, werden. Die polnischen Bemühungen verebbten zusehends bereits im Mittelfeld, während sich die Ecuadorianer zusehends aus der Deckung wagten.

Die einzige Spitze der Polen, Zurawski, konnte sich kaum in Szene setzen. Von ihm, der gegen Ecuador sein 51. Länderspiel bestritt, erwarten viele polnische Fans aber, dass er den internationalen Durchbruch bei der WM schafft. Der Stürmer von Celtig Glasgow gilt als begabtester polnische Fußballer seiner Zeit. Bei den Schotten schoss er nach Anfangsschwierigkeiten in der abgelau-fenen Saison 16 Tore. Spielt Zurawski, der dem "kicker" im April sagte, er sei sein eigenes Vorbild, ein gutes Turnier, dürfte der 29-Jährige den Sprung in eine große europäische Liga schaffen.

In Szene setzen konnten sich aller-dings nicht Zurawski und seine pol-nischen Teamkollegen in rot-weiß, sondern mehr und mehr die Spieler in gelb-blau. Die Südamerikaner gewannen an Sicherheit und traten immer Selbstbewusster auf. Man möchte fast sagen "folgerichtig" gelang ihnen in der 24. Minute das 1:0. Doch ein wenig überraschend kam die Führung schon: Einen weiten Einwurf von Ulises de la Cruz verlängerte Augustin Delgado mit dem Kopf auf seinen Sturmpartner Carlos Tenorio, der sich im Zweikampf durchsetzte und aus kurzer Distanz einköpfte.

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