Fußball
Nowotny klagt doch gegen Bayer Leverkusen

Jens Nowotny wird nun doch vor dem Solinger Arbeitgericht gegen seinen Arbeitgeber Bayer Leverkusen klagen. Wegen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall öffnet sich am 21. September der Gerichtssaal.

Bayer Leverkusen wird nun doch wegen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vom 45-fachen Nationalspieler Jens Nowotny verklagt. Der Termin vor dem Amtsgericht Solingen ist für den 21. September terminiert. Trotz seiner Ankündigung, auf alle seine Ansprüche zu verzichten, geht der Streit zwischen dem Ex-Kapitän und dem Werksklub weiter.

Denn Anfang Juli hatte Nowotny eine Klage auf Lohnfortzahlung angekündigt, aber nach wenigen Tagen wieder zurückgezogen. Im bis 2008 befristeten Vertrag zwischen Bayer und Nowotny gibt es nach Angaben des Fußball-Bundesligisten keine Klausel über Lohnfortzahlung nach Ablauf der gesetzlichen Sechs-Wochen-Frist.

Nowotny beruft sich auf Gespräch mit Calmund

Nowotny soll jedoch bei vorherigen Verletzungen jeweils das Gehalt in bestimmter Höhe weitergezahlt worden sein. Der 31 Jahre alte Abwehrchef beruft sich in der Auseinandersetzung mit Bayer auf eine mündliche Vereinbarung mit dem damaligen Manager Reiner Calmund. Das wird laut Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser von Calmund bestritten. "Wir können es nicht ändern, Bayer will es nicht ändern. Jetzt wird es den Gang geben", erklärte der nach seinem vierten Kreuzbandriss um sein Comeback kämpfende Nowotny in der Radio-Sportsendung von WDR 2.

Holzhäuser verwundert

Holzhäuser wundert sich über das Verhalten von Nowotny im Kölner Express und erklärte: "Ich sehe keinen Grund für einen Prozess. Er hat uns gegenüber seine Klage zurückgezogen. ... Mehr kann ich dazu nicht sagen, denn es ist ja ein schwebendes Verfahren, weil sich Nowotny an seine Zusagen nicht hält."

Der Ex-Karlsruher zieht vor Gericht, weil Bayer erst 900 000 Euro geboten, dann die Zahlung dieser Summe wieder zurückgezogen haben soll. "Dass ich klage, ist für den Fan schwer zu begreifen. Aber wenn ich alles erzählen würde, was Sache ist, dann würde ich jeden überzeugen", meinte Notwony im Express.

Vor den Schranken des Gerichts treffen sich Nowotny und Bayer außerdem am 14. Oktober, wenn ein Urteil bezüglich einer Handgeldzahlung von zehn Mill. Euro aus dem Jahr 2002 gefällt werden soll. Die Summe musste der Bayer-Abwehrchef versteuern. Nowotny fordert jedoch, dass der Verein die Zahlung des Differenzbetrages nach Steuern übernehmen soll. Einen Versuch der außergerichtlichen Einigung scheiterte.

© SID

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