Pep Guardiola
Die Bilanz des Fußballhexers

PremiumPep Guardiola haftet eine Aura des Magischen an. In unnachahmlicher Art hat er den FC Bayern umgekrempelt. Im Sommer soll nun Schluss sein. Doch Peps Bilanz weist einen Schönheitsfehler vor.

Pep Guardiola hat in seiner Bayern-Zeit rigorose Selbstvermarktung betrieben. Zeitweise schien die Marke „Pep“ wichtiger als die Marke „FC Bayern“ zu sein. Der Weltreisende mit dem Glatzkopf und dem Viertagebart pflegte das Image des „Metrosex“, immer im Slim-Anzug mit V-Pullover darunter, immer ein lebendiger, telegener Trainerdarsteller an der Außenlinie mit sehr besonderen Interessen. Unvergessen, wie Guardiola im Münchener Literaturhaus Werke seines katalanischen Lieblingsdichters Miquel Marti i Pol vor vollen Rängen rezitierte. Im gesellschaftlichen Leben Münchens kam er ansonsten so gut wie nicht vor.

Seine Sponsorenverpflichtungen erledigte er mit routinierter Grandezza. So gab er dem „Audi-Magazin“ und dem „Bayern-Magazin“ lange Interviews,...

 
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