Phantomtor
Sportgericht lehnt Hoffenheims Einspruch ab

Das Urteil ist gesprochen: Trotz des Phantomtors von Stefan Kießling wird das Spiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen nicht wiederholt. Die Tatsachenentscheidung von Referee Felix Brych gab den Ausschlag.
  • 2

FrankfurtTrotz des Phantomtores von Stefan Kießling hat das DFB-Sportgericht eine Wiederholung des Bundesliga-Spiels von 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen abgelehnt. Es habe keinen Regelverstoß durch Schiedsrichter Felix Brych gegeben, entschied das Gericht am Montag in Frankfurt unter dem Vorsitz von Hans E. Lorenz. Den Regeln entsprechend wurde der Einspruch von Hoffenheim gegen die Wertung des 1:2 am 8. Spieltag abgewiesen. Gegen das Urteil kann Hoffenheim Einspruch beim DFB-Bundesgericht einlegen.

Nach rund 90-minütiger Verhandlung und anschließender Beratung in der Frankfurter DFB-Zentrale berief sich das Sportgericht auf eine Tatsachenentscheidung durch Referee Brych. „Ich habe gedacht, der Ball geht am Tor vorbei. Ich habe den Ball aus den Augen verloren durch eine Sichtbehinderung“, erklärte der als Zeuge geladene Unparteiische. „Danach habe ich gesehen: Der Ball lag im Tor.“ Kießling hatte ans Außennetz geköpft, der Ball war durch ein Loch im Netz ins Tor gelangt.

Kießling selbst dachte bei seinem Phantomtor im ersten Moment, Hoffenheims Torwart Koen Casteels hätte den Ball noch ins Netz gelenkt. „Ich sehe den Ball Richtung Außennetz fliegen, die Sicht war versperrt, ich sehe den Einschlag nicht, aber dass der Ball dann im Tor war“, sagte Kießling am Montag. Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hatte erneut dafür plädiert, die letzten 22 Minuten noch einmal zu spielen - ohne Erfolg.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Phantomtor: Sportgericht lehnt Hoffenheims Einspruch ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das „Phantom-Tor“!

    Millionen Zuschauer haben an den Fernsehbildschirmen gesehen, wie kein Tor im Nachhinein doch noch zu einem Tor wurde- wegen einer Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters Brych!

    Ca. eine Woche später hat genau deshalb noch ein mal darüber ein neutrales Sportgericht die daran beteiligten Zeugen angehört und stellte anschließend fest, dass dieser Fehlkopfball des Zeugen Kiesling unbestritten ein Tor war! Als ebenfalls neutrale Person kann ich aber diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Warum?

    Bereits hat die in unserer heutigen fortschrittlichen Zeit der perfekten Kontrollmöglichkeiten, wie die u.a. vielseitig vorhandene, doch nicht zugelassene Fernsehtechnik (warum eigentlich nicht?), auch den letzten Zweiflern, die es aufgrund dieser Tatsache offiziell gar nicht mehr geben dürfte, bewiesen, dass dieser Kießling-Kopfball weit am Tor vorbei ging. Die anschließende Enttäuschung des Schützen konnte von jedermann verfolgt werden. Das sei doch die einzig anzuwendende Tatsache gewesen, die lt. Richter Lorenz aber falsch sei, weil das „System“ die eigentlich richtige und faire Entscheidung nicht zugelassen hat!!!

    Das Urteil selbst wurde mit einer anderen Tatsache, wenn auch sehr komischen, begründet, nämlich mit der Entscheidung des Schiedsrichters. Mit seiner Erklärung stand er allerdings auf sehr dünnem Eis: „ich habe gedacht, der Ball geht am Tor vorbei, ich habe den Ball aus den Augen verloren durch eine Sichtbehinderung, und dann war der Ball im Tor!“

    Es wirkt schon irgendwie putzig, dass alle anderen Zeugen (der Schütze, die Assistenten) ausgerechnet in diesem Moment ebenfalls mit Sichtbehinderungen zu kämpfen hatten…..

    Mit dieser Verhandlung dürfte das Sportgericht um Richter Lorenz leider ein skurriles Fehlurteil gefällt haben, dass eigentlich allen Beteiligten noch länger schaden wird……

  • Und die Erde bleibt eine Scheibe:-(

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%