Fußball
Rege Nachfrage nach Bundesliga-TV-Rechten

Knapp vier Wochen vor Beginn der Ausschreibung registriert die Deutsche Fußball Liga (DFL) eine „rege Nachfrage“ nach den neuen Bundesliga-Rechten.

dpa HANNOVER. Knapp vier Wochen vor Beginn der Ausschreibung registriert die Deutsche Fußball Liga (DFL) eine „rege Nachfrage“ nach den neuen Bundesliga-Rechten.

Das teilte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert mit. Er widersprach zugleich Meldungen, nach denen die DFL die audiovisuellen Rechte von der Saison 2006/07 an in neun Paketen anbieten werde. „Dabei handelt es sich um reine Spekulation, denn wir sind noch mitten in der Entscheidungsfindung über die Gestaltung der Pakete. Erst Anfang November wird die entsprechende Struktur stehen und von der DFL kommuniziert werden“, sagte Seifert.

Der Dachverband der 36 Proficlubs arbeitet derzeit noch an Inhalt und Struktur der Offerten. Gemäß einer Absprache mit der EU in Brüssel soll dem Wunsch nach mehr Wettbewerb nachgekommen werden, so dass auch kleinere TV-Sender oder neue Marktteilnehmer in der Lage sind, für einzelne Verwertungsformen bieten zu können. Das gilt zum Beispiel für Pakete im Pay- oder Free-TV, aber auch für die Live- oder Nachverwertung im Internet.

Die Ausschreibung gilt als die komplexeste in der Geschichte der Bundesliga. Die derzeitigen TV-Verträge mit den wichtigsten Partnern Premiere, ARD, DSF und ZDF laufen im Sommer 2006 aus. Sie haben der DFL jährliche Gesamteinnahmen von 300 Mill. Euro eingebracht. Diese Summe soll deutlich erhöht werden. Spitzenclubs wie Bayern München hoffen auf 500 Mill. Euro pro Saison. „Die große Nachfrage ist natürlich eine bessere Ausgangslage als umgekehrt“, sagte Seifert.

Als „verfrüht“ bezeichnete er Diskussionen um die Rückkehr zu Freitag-Spielen oder neue Anstoßzeiten der Samstag-Partien. „Wer sich das Verfahren anschaut, wird schnell feststellen, dass sich Spielplan- und Verwertungsmodell in letzter Konsequenz aus dem Bieterverfahren ergeben“, sagte der DFL-Verhandlungsführer. „Erst wenn wir wissen, wer an welchen Paketen mit welcher Ernsthaftigkeit interessiert ist, können und werden wir die daraus resultierenden Spielplan- und Verwertungsmodelle festlegen“, fügte Seifert hinzu.

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