Rückschlag im Meisterkampf
Leverkusen vermiest Heynckes' Rückkehr

Die Bayern laufen in der Liga auswärts ihrer Form weiter hinterher. In Leverkusen kassierte die Heynckes-Elf trotz guter Chancen eine Niederlage und droht jetzt im Meisterkampf den Anschluss zu verlieren.
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LeverkusenBorussia Dortmund hat alle Trümpfe in der Hand, erneut deutscher Meister zu werden. Denn der FC Bayern München verlor trotz einer über weite Strecken starken Leistung 2:0 in Leverkusen. Kießling schoss den so glücklichen wie umjubelten Treffer des Tages in der 79. Minute. Dem folgte noch der zweite Treffer durch Bellarabi in der Nachspielzeit. Die Leverkusener festigten damit ihren Europa-League-Platz fünf und klopfen sogar wieder an die Champions-League-Plätze an, nachdem der FC Schalke am Nachmittag in Freiburg eine bittere Niederlage kassierte. Die Bayern konnten dagegen ihre Auswärtsschwäche auch in Leverkusen in Leverkusen nicht ablegen: In den vier vergangenen Spielen in der Fremde blieb der Rekordmeister ohne Sieg. 

Die Münchener mussten zu Beginn auf den zuletzt starken Frank Ribéry verzichten - er hatte sich beim Spiel seiner Franzosen gegen Deutschland verletzt. Ribéry nahm in Leverkusen aber zumindest auf der Bank Platz und kam auch in der zweiten Halbzeit, konnte der Partie aber nicht die entscheidende Wendung geben. Immerhin konnten bei den Bayern die angeschlagenen Badstuber, Müller und Boateng auflaufen. Bayer musste auf Corluka verzichten. Der kroatische Rechtsverteidiger fiel wegen eines Muskelfaserrisses aus. Schürrle konnte nach seinem Nasenbeinbruch mit Gesichtsmaske spielen.

Bei den Münchenern agierte Arjen Robben zunächst auf links, doch die erste Szene leitete Thomas Müller nach zwei Minuten über rechts ein: seine Flanke nahm David Alaba freistehend volley, doch der Abschluss geriet allzu unpräzise, so dass Bayer-Keeper Bernd Leno abwehren konnte.

Die Bayern blieben das bessere Team: Sie zeigten gefällige Kombinationen nach vorn und starkes Pressing, mit dem die Gastgeber nicht zurecht kamen. Die nächsten Riesenchancen zur frühen Führung hatten hintereinander Robben und Müller, doch beide zögerten zu lange (8.).

Wenig später setzte Bayer durch einen schwachen Schürrle-Schuss ein erstes zaghaftes Zeichen. Überhaupt fing sich die Werkself nach gut zehn Minuten und gestaltete die Partie offener. Doch das gab den Gästen den Platz zum kontern: In der 13. Minute schloss Robben aus 17 Metern flach mit rechts ab, doch Leno lenkte den Ball glänzend um den Pfosten.

Es war ein tolles Spiel: Beide Teams gingen hohes Tempo auf ansprechendem technischen Niveau, beide wollten unbedingt siegen. Die Bayern hatten die deutlich besseren Mittel, waren im Abschluss aber viel zu uneffektiv. 

Vor allem agierten die Gäste sehr flexibel: Robben, Müller und Kroos tauschten ständig die Positionen. Die nächste gute Gelegenheit hatte der agile Robben in der 21. Minute, doch sein Schuss wurde gerade noch abgeblockt.

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