Schon länger im Gespräch
Klinsmann flirtet heftig mit US-Fußballverband

Vier Monate nach der WM in Deutschland führt Jürgen Klinsmann informelle Gespräche mit dem Fußballverband der USA, bei denen es offenbar auch um einen möglichen Trainerauftrag geht.

HB ST. LOUIS. Klinsmann sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP, er habe bereits mehrfach mit dem amerikanischen Verbandspräsidenten Sunil Gulati gesprochen. „Ich werde weiter mit ihm in Kontakt bleiben und sehen, wohin das führt.“ Die Gespräche würden in einer sehr lockeren und entspannten Atmosphäre geführt.

„Früher oder später muss ich wieder als Trainer arbeiten“, sagte Klinsmann. Gulati erklärte am Donnerstag, er hoffe, dass die amerikanische Nationalmannschaft bis Ende des Jahres einen neuen Trainer haben werde. „Jürgen kennt unseren Fußball, hat Erfahrung und Führungsqualitäten. Er ist besser geeignet als jemand, der noch nie in den USA gelebt hat.“ Dem amtierenden Nationaltrainer Bruce Arena teilte Gulati Mitte Juli mit, dass sein Vertrag nicht verlängert werde.

Klinsmann selbst hatte drei Tage nach der Weltmeisterschaft seine Arbeit als Bundestrainer für beendet erklärt und die ihm angebotene Vertragsverlängerung abgelehnt. Zur Begründung sagte Klinsmann, dessen damaliger Assistent Joachim Löw mittlerweile den Cheftrainer-Posten beim DFB übernommen hat, dass er mehr Zeit mit seiner Familie in Los Angeles verbringen wolle.

Jetzt erklärte der 42-Jährige: „Ich lebe nun seit acht Jahren in diesem Land und habe die Entwicklung des Fußballs in den Vereinigten Staaten genau verfolgt.“ Der amerikanische Fußball befinde sich in einer völlig anderen Situation als in Europa. So liege in den USA ein besonderer Akzent auf der fußballerischen Entwicklung der Spieler.

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