Schwarzmarktpreise explodieren
WM-Karten heiß begehrt

Nicht erst durch den Sieg der deutschen Mannschaft im Achtelfinale ist das WM-Fieber in der Bevölkerung groß. Fans die noch hoffen ein Ticket für die kommenden Spiele zu bekommen müssen tief in die Tasche greifen um in den Genuss des Live-Erlebnis zu kommen.

HB-BERLIN. Viele Fans sind bereit sehr viel Geld für ein WM-Ticket zu bezahlen, was dazu führt, dass die Preise auf dem Schwarzmarkt explodieren. Fast nur noch auf Umwegen und für viel Geld sind Tickets für die K.o.-Spiele bis zum Finale zu haben. "Die Aussichten sind schlecht", sagte Jens Grittner, Sprecher des Organisationskomitees (OK), am Sonntag. Nur bei "besonderen Konstellationen", etwa wenn Ghana das Viertelfinale erreicht, gingen noch Karten in den freien Verkauf.

Für alle anderen Spiele, vor allem für die mit (potenzieller) deutscher Beteiligung, ist der offizielle Weg über den Internet- Ticketshop der FIFA reine Zeitverschwendung. Seit Tagen bietet sich dort das gleiche Bild: Eine entmutigende Wand roter Ticket-Symbole ohne einen gelben (wenige Tickets verfügbar) oder gar grünen (Tickets verfügbar) Lichtblick. Die WM ist de facto bis zum Finale ausgebucht.



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Dem Fan, den es dennoch ins Stadion drängt, bieten sich drei Möglichkeiten - die aber allesamt kostspielig und nicht ohne Risiko sind: Eine Versteigerung bei eBay, große Ticketagenturen oder der gute, alte Schwarzmarkt, der bei dieser WM trotz aller Bemühungen des OKs im Vorfeld wieder zu einer festen Institution geworden ist.

Ein Schnäppchen wird man vor dem Stadion aber nur mit großem Glück machen. Denn längst ist der Schwarzhandel ein organisiertes Geschäft, bei dem Restkarten frühzeitig aufgekauft und zu einem verabredeten Marktpreis verkauft werden. Der lag bei einem Gruppenspiel der Brasilianer bei rund 500 Euro, für das deutsche Achtelfinale gegen Schweden waren schon 800 Euro fällig. Wer starke Nerven hat, wartet bis kurz vor dem Anpfiff und hofft auf sinkende Preise.

Das Risiko, am Eingang mit einer "fremden" Karte erwischt zu werden, ist überschaubar: Kontrollen fanden bislang nur sporadisch statt. Weniger kalkulierbar ist allerdings, ob die Karte nicht möglicherweise durch das OK gesperrt ist - etwa falls sie vorher als gestohlen gemeldet oder einer anderen Person überschrieben wurde. Dann schafft man es zwar noch durch die erste Sichtkontrolle, bei der Chipkontrolle aber leuchtet es rot, das Drehkreuz bleibt geschlossen. Das Gleiche gilt für Tickets bei eBay, die allerdings zumeist noch ein gutes Stück teurer sind.

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