Seltsame Wahl des WM Sponsors
Pfiffe: Ballack zum „Man of the match“ gekürt

Ballacks Wahl: Dubioses Experten-Votum des Sponsors

HB FRANKFURT/MAIN. Das Publikum im Stadion bewies Sachverstand: Ein Pfeifkonzert erfüllte die nagelneue Frankfurter Commerzbank-Arena, als nach dem deutschen 4:3-Sieg gegen Australien Michael Ballack zum "Mann des Spiels" ausgerufen wurde. Das Urteil der vom ehemaligen DFB-Trainer Holger Osieck angeführten Expertenkomission, verstanden die Fans ebenso wenig wie der Ausgezeichnete selbst. Die Medaille, die ihm als Erinnerung umgehängt wurde, nahm der Kapitän der deutschen Elf ganz schnell wieder ab. Und verlegen kommentierte er das Votum: "Ich denke, das sind honorige Leute, die das wählen. Die werden schon Ahnung haben."

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Eher drängt sich der Verdacht auf, dass sich der Bier brauende WM- Sponsor aus den USA (Anheuser Busch), der nach jeder Partie beim Confederations Cup den "Man of the match" küren darf, mit einem prominenten Namen schmücken wollte.Ein Erinnerungsfoto mit dem Mittelfeldstar lässt sich weltweit besser vermarkten als die Aufnahme mit internationalen Nobodys wie Per Mertesacker oder Arne Friedrich. "Vielleicht war niemand besser an diesem Abend", unkte Ballack. Doch er wusste genau, dass das 54. Länderspiel seiner Laufbahn keines seiner Besten war, auch wenn er beim Elfmeter zum 3:2 Verantwortung übernahm und das 4:2 durch Lukas Podolski gekonnt vorbereitete. Er trug aber auch die Hauptschuld am Gegentor zum 2:2 und war maßgeblich für die Defensiv-Unordnung in der ersten Halbzeit mitverantwortlich. "Er kann noch besser spielen, das wissen wir auch, aber es war schon okay", urteilte Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Assistent Joachim Löw meinte: "Er war sicher nicht so dominant wie in den letzten Spielen."

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