Sieg in Augsburg
Leverkusen stoppt den freien Fall

Bayer Leverkusen hat nach Wochen der Erfolglosigkeit wieder drei Punkte eingefahren. Gegen die zuletzt starken Augsburger brachten zwei späte Treffer die Werkself auf Kurs.
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AugsburgBayer Leverkusen hat seinen freien Fall vorerst gestoppt. Durch Treffer des starken Heung-Min Son (80.) sowie von Emre Can (83.) setzte sich die Werkself am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach zuletzt neun Pflichtspielen ohne Sieg mit 3:1 (1:0) beim FC Augsburg durch. Stefan Kießling hatte Leverkusen zunächst in Führung gebracht (10.), Tobias Werner für die stürmischen Augsburger (60.) ausgeglichen.

In der Bundesliga war es für die Mannschaft des in Bedrängnis geratenen Trainers Sami Hyypiä der erste "Dreier" seit dem 7. Februar. Leverkusen behauptete dadurch den vierten Tabellenplatz, Augsburg verpasste den Sprung zurück auf einen Europa-League-Rang.

Bei der Rückkehr zur Form der Hinrunde hat Leverkusen allerdings noch einen weiten Weg vor sich. Bayer wirkte vor 27.114 Zuschauern in Augsburg teilweise noch sehr instabil, zeigte diesmal allerdings großen kämpferischen Einsatz und profitierte zudem von der großen Schwäche der Gastgeber: Der FCA kam dem Tor des starken Bernd Leno oft gefährlich nahe, im Abschluss aber fehlte die Präzision. Mitten in die Drangphase der Augsburger hinein erzielte Son und Can dann die entscheidenden Treffer für Bayer, dass zuvor noch am Rande einer Niederlage gestanden hatte.

Während Augsburg nach dem 1:1 beim VfL Wolfsburg in unveränderter Aufstellung begann, hatte Trainer Sami Hyypiä nach dem 2:3 gegen 1899 Hoffenheim gleich drei Veränderungen vorgenommen: Für Roberto Hilbert, Simon Rolfes sowie Sidney Sam kamen Giulio Donati, Sebastian Boenisch und Emre Can. Sam hatte sich beim "Anschwitzen" am Vormittag eine Muskelverletzung zugezogen.

Leverkusen versuchte über viel Ballbesitz Sicherheit zu gewinnen. Das gelang nicht besonders gut, dafür nutzte Bayer die erste Unachsamkeit der Augsburger eiskalt aus: Boenisch leitete in der 11. Minute gedankenschnell mit einem Pass auf Heung Min Son einen Konter ein, der Südkoreaner stürmte los, legte nach rechts auf Gonzalo Castro - und dessen Hereingabe verwandelte Kießling abgebrüht im Stile eines Torjäger. Mehr Sicherheit gewann Bayer dadurch nicht. 

Augsburg machte erst recht in der zweiten Halbzeit enorm Druck. Besonders bei den Flankenläufen und Flanken in den Strafraum wirkte die Abwehr der Gäste wackelig - richtig gefährlich wurde es aber nur selten, weil dem FCA oft die Präzision fehlte. Leverkusen hatte durch Son und Castro zunächst sogar die Chance, die Führung auszubauen, musste sich dann aber bei Leno bedanken, der gegen Tobias Werner reaktionsschnell den Ausgleich verhinderte (50.). Zehn Minuten später war er dann aber chancenlos. Leverkusen stand danach enorm unter Druck, hatte aber Glück, dass Augsburg oft zu umständlich oder ungenau im Strafraum agierte - und dann hinten die entscheidenden Räume frei ließ.

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