Sieg in Fürth
Freiburg schafft Europa-Streich

Das Überraschungsteam des SC Freiburg hat den Sprung auf die europäische Fußball-Bühne so gut wie perfekt gemacht und den traurigen Heim-Rekord von Absteiger SpVgg Greuther Fürth besiegelt.
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FürthDank einer deutlichen Steigerung in Durchgang zwei gewannen die Breisgauer am Samstag mit 2:1 (0:1) beim Schlusslicht und sicherten sich damit praktisch schon am vorletzten Bundesliga-Spieltag den erhofften internationalen Startplatz. Sogar die Champions League ist nun sogar beim Saisonfinale gegen Schalke 04 noch möglich.

Jonathan Schmid (69. Minute) und Max Kruse (78.) schossen das Team von Trainer Christian Streich zum Sieg, nachdem Matthias Zimmermann die Hausherren früh (3.) in Front geköpft hatte. Gäste-Keeper Oliver Baumann rettete den Dreier, als er in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter von Nikola Djurdjic entschärfte (90.+1). Die Franken verpassten auch im 17. und letzten Heimauftritt einen Erfolg und müssen nun als erstes Team der Bundesliga-Historie ohne einen einzigen Heimsieg zurück in die Zweitklassigkeit.

"Wer diese Mannschaft unterschätzt und meint, die sind Letzter und können nichts, dem ist nicht mehr zu helfen", hatte Gäste-Coach Streich vor der Partie eindringlich gewarnt. Seine Profis hatten aber wohl nicht richtig zugehört: Von Anpfiff an ließen sie sich von den wieder einmal beherzt zur Sache gehenden Hausherren in der eigenen Hälfte einschnüren und wurden prompt bestraft. Nach einer feinen Hereingabe von Edgar Prib war Zimmermann per Kopfball zur Stelle und nickte zur frühen Führung ein.

Jäh war der Tiefschlaf der Gäste damit beendet. Vor allem Kapitän Julian Schuster bemühte sich nun, dem Spiel des Europapokal-Anwärters Struktur zu verleihen. Doch auch wenn Freiburg die Partie nun immer mehr dominierte, echte Torgefahr konnten die Gäste zunächst nicht entwickeln. Fürth igelte sich geschickt rund um den eigenen Strafraum ein und ließ die Gäste zwar spielen, aber erst einmal nicht entscheidend vor das Tor kommen.

Erst ein dicker Fürther Patzer leitete die erste Großchance für die Gäste ein. Nach einem Fehlpass von Bernd Nehrig leitete Freiburgs Cedrick Makiadi fein auf Kruse weiter. Doch der völlig unbedrängte SC-Profi schoss aus kurzer Distanz über das Tor der Franken. Das war es dann aber auch schon mit der Freiburger Herrlichkeit in Hälfte eins.

Kopfschüttelnd saß Streich an der Seitenlinie - und reagierte auf die nicht unverdiente Pausenführung des Tabellenletzten mit der Einwechslung von Vegar Eggen Hedenstad für den unsicheren Christian Günter. Wenig später hatten die Gäste-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, als nach einer Ecke der Kopfball von Matthias Ginter an den Innenpfosten klatschte (48.).

Freiburg agierte nun endlich zielstrebiger und kam nun gefährlicher vor den Kasten der Franken. Doch Hedenstad (57.) vergab, wenig später machte es dann zunächst Schmid nach Vorarbeit von Jan Rosenthal besser. Dann war Kruse zur Stelle und ließ Freiburg endgültig jubeln.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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