Sieger-Elf gegen Tunesien
Ende der Rotation

Jürgen Klinsmann verzichtet gegen Tunesien auf personelle Konsequenzen, sondern will den ersten Halbfinal-Matchball beim Confederations Cup mit der gegen Australien siegreichen Formation verwandeln.

dpa KÖLN. Lediglich auf der Torhüter-Position vollzieht der Bundestrainer am 18. Juni im ausverkauften Rheinenergy-Stadion mit Jens Lehmann für Oliver Kahn den zuvor vereinbarten Rollentausch in der deutschen Fußball- Nationalmannschaft. Dagegen soll auch die beim 4:3-Turnierauftakt viel kritisierte Abwehr unverändert ins zweite Gruppenspiel gehen: Per Mertesacker hat seine Oberschenkelprellung nach Angaben von Assistenztrainer Joachim Löw auskuriert und wird erneut gemeinsam mit dem heftig kritisierten Robert Huth die Innenverteidigung bilden.

"Nach dem ersten Spiel in einem Turnier zu wechseln - damit hat man schon schlechte Erfahrungen gemacht", begründete Löw den Verzicht auf personelle Experimente und ernannte die Partie zum vorweggenommenen Endspiel auf dem Weg zum Minimalziel. "Es geht nur darum, jetzt zu gewinnen und ins Halbfinale einzuziehen. An Argentinien denken wir nicht", sagte Löw. Ein Sieg würde genügend Spielraum geben, um im dann vermutlich bedeutungslosen Gruppenfinale gegen die Südamerikaner die drängende Konkurrenz zum Zug kommen zu lassen. Dies gilt auch für Sebastian Deisler, der auf einen Einsatz drängt. "Er muss sich dem Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft stellen und warten, bis er zum Zug kommt", sagte Klinsmann.

Mit reichlich Freizeit und vielen Gesprächen versuchte die sportliche Leitung, die von der medialen Abwehr-Schelte nach dem Australien-Torfestival überraschte Mannschaft auf den Afrika-Meister einzuschwören. "Wir haben eine Grundüberzeugung, die lassen wir uns nicht kaputtreden", wehrte sich Klinsmann im ARD-Hörfunk gegen die öffentliche Kritik. Dies sei ein "typisch deutsches Problem", sagte der 40-Jährige: "Ich habe sechs große Turniere als Spieler mitgemacht: Immer kam zu Beginn Pessimismus von draußen." Die Medien würden lieber negative Stimmung erzeugen und könnten beim Misserfolg schreiben: "Wir haben schon vorher gesagt, es wird nix."

Bei der Pressekonferenz betonte Löw, dass man das erklärte Ziel Turniersieg nach wie vor für realistisch halte. "Wir haben weiterhin großen Optimismus, den absoluten Glauben an die Spieler und Vertrauen in die Mannschaft", bekräftigte der Badener.

Seite 1:

Ende der Rotation

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%