Sponsoren im Fußball
Adidas schlägt Nike auf dem Rasen

Der Sportartikelkonzern Adidas lässt den Erzrivalen Nike in Europa weit hinter sich. Die Endspiele in Champions- und Europa-League machen Adidas-Teams komplett unter sich aus. Nur in einem Land läuft es nicht rund.
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MünchenThe same procedure as every year: Zum 27. Mal werden an diesem Samstag die Spieler des FC Bayern die Meisterschale in Händen halten. Kurz nach Abpfiff der Partie gegen Freiburg, so gegen halb sechs, wollen Ligapräsident Reinhard Rauball und Liga-Geschäftsführer Christian Seifert die Metallscheibe in der Münchener Fußball-Arena überreichen.

Für den Ausrüster Adidas sind die Münchener eine sichere Bank. In den vergangenen zehn Jahren standen die Kicker aus der bayerischen Landeshauptstadt am Ende der Saison sieben Mal an der Tabellenspitze. Dass der Deutsche Meister die Marke mit den drei Streifen trägt, ist deshalb nicht ungewöhnlich.

Bemerkenswert allerdings ist, dass die Nummer zwei der Sportbranche dieses Frühjahr auch international dominiert. Mit Juventus Turin und Real Madrid stehen zwei von Adidas gesponserte Teams im Finale der Champions League. Im Endspiel der Europa League duellieren sich ebenfalls zwei Mannschaften, die bei den Franken unter Vertrag sind: Ajax Amsterdam und Manchester United.

Damit nicht genug: In England hat sich mit Chelsea bereits ein Adidas-Team die Meisterschaft gesichert, genauso Juventus in Italien. Und Real hat in Spanien beste Chancen auf den Titel. Weltmarktführer Nike hat derweil auf dem Rasen das Nachsehen. Die großen Teams der Amerikaner verabschiedeten sich alle vorzeitig aus der Champions League, Barcelona ging genauso unter wie Paris Saint-Germain, Atletico Madrid oder Manchester City.

Dass die eigenen Teams die großen Titel holen, ist für die Sportmarken extrem wichtig. Denn Clubs wie Manchester United kassieren bis zu 100 Millionen Euro pro Saison von ihrem Ausrüster. Sie sorgen weltweit für hohe Umsätze aus dem Verkauf von Trikots und anderen Fanartikeln – allerdings nur, wenn sie regelmäßig einen Pokal holen.

Seit ein paar Jahren schon konzentrieren sich die beiden führenden Sportmarken fast nur noch auf Vereine, die global die Fußballfans begeistern. Einst hat Adidas gemeinsam mit dem Lokalrivalen Puma fast die ganze Bundesliga ausgestattet. Inzwischen zählt für das Label praktisch nur noch der FC Bayern. Die anderen Adidas-Clubs in der deutschen Eliteklasse, also Schalke, der HSV und Ingolstadt, spielen international keine Rolle.

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Adidas schlägt Nike auf dem Rasen

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Im Pokalfinale tritt Puma gegen Nike an

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