Sponsoring Nationalmannschaft
Mercedes und VW kämpfen um Jogis Team

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Prestigeerfolg für die Wolfsburger?

Das Interesse Volkswagens am Sponsoring der Nationalmannschaft würde gleich dreierlei bedeuten. Zum einen widerspricht das Angebot der Linie, das Sport-Sponsoring zurückzufahren. Die durch die Abgasaffäre ausgelöste wirtschaftliche Krise beim einstmals größten Autohersteller der Welt machte das notwendig. Zwar ist VW immer noch bei vielen Vereinen vertreten, bei Klubs wie Schalke 04 etwa läuft das Engagement jedoch aus und wird nicht verlängert. Ein Sponsoring der „Mannschaft“, bei dem Mercedes mit einem höheren Angebot ausgestochen würde, kehrte diesen Trend um. Zumindest wäre es ein Fokus auf weniger, aber dafür effizientere Aktivitäten. Ex-Konzernchef Martin Winterkorn gilt als großer Fußball-Enthusiast, auf seine Initiative werden viele der Engagements in der Breite zurückgeführt.

Andererseits wäre das Sponsoring eine klare Kampfansage an Premiumhersteller und Konkurrent Mercedes. Den Stuttgartern in Form der Nationalmannschaft das Oberklasseprodukt des deutschen Fußballs abzujagen, wäre auch ein Prestigeerfolg. Nicht zuletzt könnte sich das Engagement Volkswagens auf Liga-Ebene als Zünglein an der Waage erweisen. Denn das Konfliktpotenzial zwischen DFB-Aktivitäten und Klub-Aktivitäten im Automobilbereich könnte sich damit erledigt haben. Und gegebenfalls sogar Synergien heben.

Der DFB hatte in einer Mitteilung vom 13. März für die Rechtevergabe „ein offenes, transparentes und diskriminierungsfreies Ausschreibungsverfahren“ zugesichert. Mit VW hat der DFB noch einen Vertrag als Partner des DFB-Pokals. Dieser läuft noch bis 2022.

Sowohl Mercedes als auch VW werden nach Angaben der „FAZ“ bei der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag in Frankfurt ihre Angebote den Funktionären präsentieren. Die Entscheidung soll aber nicht sofort, sondern erst in den nächsten Wochen fallen. Entscheidend für den zukünftigen Finanzbedarf dürfte zudem sein, ob die DFB-Akademie wie geplant auf dem Gelände der Frankfurter Pferderennbahn errichtet werden kann. Auch hier wird eine Entscheidung erwartet. Muss ein neues Gelände gesucht werden, wird der DFB das Projekt in einem kleineren Rahmen realisieren, erklärte Verbandspräsident Grindel zuletzt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ein schönes Bild von unserem Yogi.....ich glaube das drucke ich mir aus und hänge es zu Trump und Putin....alles echte Kerle.....

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