Steueraffäre
Hoeneß soll in sieben Fällen angeklagt werden

Bayern-Präsident Uli Hoeneß muss sich offenbar in sieben Fällen wegen Steuerhinterziehung verantworten. Die Anklagepunkten müssen bei einer Verurteilung einzeln bestraft werden – das könnte Hoeneß zugute kommen.
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DüsseldorfDie Spekulation um die Steueraffäre von Uli Hoeneß geht weiter. Am Sonntag berichtete die „Bild“, dass der Bayern-Präsident mit einer Anklage in sieben Fällen rechnen müsse. Andere Fälle sollen bereits verjährt sein. Auf Anfrage von Handelsblatt Online wollte das Landgericht München keine Erklärung zu dem Artikel abgeben. Ein Sprecher sagte aber, die Information stamme nicht von Seiten der Justiz.

In dem Bericht der „Bild“ wird davon gesprochen, dass die sieben Anklagepunkte gegen den Bayern-Präsident einzeln bewertet werden und erst später zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst würden. Das sei gesetzlich so vorgesehen, erklärt Rechtsanwalt Dr. Christian Höll von der Kanzlei CF Rechtsanwälte gegenüber Handelsblatt Online. „Einzelne Taten werden jeweils gesondert bestraft“, sagt der Steuerexperte. Diese Einzelstrafen würden dann zu einer so genannten Gesamtstrafe zusammengefasst. Für Hoeneß könnte dies bedeuten, dass er, wenn er in allen Fällen nur eine geringe Bewährungsstrafe erhält, auch am Ende mit Bewährung davon kommt. Dies ist aber nur denkbar, wenn eine Gesamtstrafe von maximal zwei Jahren verhängt wird.

Höll weist zudem darauf hin, dass die sieben Fälle alle denselben Strafbestand enthalten könnten: Denn wer in seiner Steuererklärung immer wieder ein Konto nicht erwähnt oder ein anderes Vermögen versteckt, der macht sich in jedem Jahr neu strafbar, erklärt der Fachmann.

Für die Berechnung der Gesamtstrafe werden die Einzelstrafen nicht eins zu eins zusammengerechnet. Die Gesamtstrafe darf nach dem Strafgesetzbuch die Summe der Einzelstrafen nicht erreichen. „Grundsätzlich muss die Gesamtstrafe unter Abwägung der Person des Täters und der Einzeltaten im Rahmen einer Gesamtwürdigung gebildet werden. In der Praxis wird die Gesamtstrafe aber in der Regel rein mathematisch so berechnet, dass zur höchsten Einzelstrafe die anderen jeweils zur Hälfte hinzugerechnet werden“, erklärt Fachmann Höll. Die Frage, ob Hoeneß nun Bewährung erhält oder Gefängnis, ist damit immer noch nicht geklärt. Nach wie vor ist die Höhe der hinterzogenen Summe strittig.

Dementsprechend kommt es für die endgültige Strafe, sofern eine verhängt wird, auf die jeweiligen Einzelstrafen an. Würde Hoeneß etwa in einem Fall zu einem Jahr und im nächsten zu einem halben Jahr verurteilt, stünde rein rechnerisch eine Gesamtstrafe von einem Jahr und drei Monaten im Raum, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. Lägen die Strafen höher, könnte er möglicherweise dem Gefängnis aber nicht entgehen.

Hoeneß' Anwalt Hanns Feigen will aber nicht nur eine Gefängnisstrafe verhindern, er setzt nach Angaben des „Bild“-Berichts sogar auf einen Freispruch. Demnach will er nachweisen, dass sich Hoeneß bei seiner Selbstanzeige korrekt verhalten hat. Bei einer wirksamen Selbstanzeige kommen Steuersünder wie Hoeneß ohne Strafe davon. Bei dem Bayern-Präsidenten waren allerdings fehlerhafte Angaben gemacht worden. Auf Anfrage von Handelsblatt Online wollte sich Feigen nicht zu seinem Statement äußern.

Was genau Hoeneß erwartet, entscheidet sich spätestens am 10. März. Dann soll der Prozess gegen Hoeneß beginnen. Und mit der Verlesung der Anklageschrift werden auch alle Vergehen des Bayern-Präsidenten öffentlich werden.

Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

Kommentare zu " Steueraffäre: Hoeneß soll in sieben Fällen angeklagt werden"

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  • Sind Politikschauspieler Maden im Steuer-Speck?

    Die Staatsmafia lebt im Steueraufkommen wie die Made im Speck.
    Trotzdem drangsaliert, schikaniert und kriminalisiert die Staatsmafia uns Untertanen mit immer neuen Abgaben und Gebühren!

    Niemals zuvor wurde uns Bürgern so viel Geld durch die Staatsmafia abgenommen als heute!!!

    Bund und Länder haben im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Insgesamt verbuchte der Fiskus ca. 600 Milliarden Euro!!!

    Die Steuereinnahmen sind auf Rekord. Trotzdem denken die Politikgangster ( Komplizen der internationalen Bankster ) eifrig darüber nach, uns Bürger ( Steuersklaven ) noch mehr auszuquetschen.

    Wo geht das ganze Geld hin?

    Der zweitgrößte Ausgabenposten im Bundeshaushalt ist Zinszahlungen!!!!

    Wer kassiert die ganzen Zinsen bzw. Steuern?

    Investoren, Kapitalmarkt??? ( Laut gleichgeschalteten Massenmedien )

    Nein!!

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!

    Im Grunde sind alle Finanzminister die wir in den gleichgeschalteten Systemmedien präsentiert bekommen, nur Zinseintreiber für die internationalen Bankster, die die Menschheit mit ihrem Schuldgeldsystem verschuldet/versklavt haben!

    Alle Politikschauspieler ( Zinseintreiber für die Bankster ) sind systembedingt gezwungen jedes Jahr neue Steuer und Abgaben zu erfinden um die immer weiter steigende Zinslast zu bedienen!!!

    Man kann das "Schuldgeldsystem" der internationalen Bankster auch anders beschreiben:

    Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit!

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts über das Schuldgeldsystem der int. Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen

  • Nun ist es so, Höness hat mit seinen hunderten Millionen völlige Narrenfreiheiten. Es kuscht das ganze Rechtssystem. Selbst Mord würde toleriert, wenn es gerade nicht Seehofer getroffen hätte. Das Land Bayern sollte jeder anständige Bundesbürger meiden, weit umfahren.

  • @machmit
    Ihr Vater muss ein großer Mann gewesen sein, der Spruch ist mir bekannt.

    Ich darf ihn ergänzen: Am Trog sind immer die größten Schweine!

    Die Lehre daraus ist:
    Man muss nur den Trog definieren und abwarten. Die größten Schweine kommen immer zuerst dort hin. Es ist ein Naturgesetz, dass folglich auch für und unter uns Menschen gilt.

    Jetzt kann man auch deuten weshalb Harzt IV-ler 2 € und Bundestagsabgeordnete über 700 € und Rentner 0,54€ pro Monat mehr erhalten haben.

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