Fußball
Teixeira droht Vereinen mit drastischen Strafen

Im Zuge des brasilianischen Fußball-Skandals droht CFB-Präsident Teixeira den Vereinen bei Anrufung ziviler Gerichte mit unvergesslichen Strafen. Unterdessen ist Schiedsrichter-Chef Armando Marques zurückgetreten.

Der brasilianische Fußball-Skandal hat Schiedsrichter-Chef Armando Marques am Freitag zum Rücktritt veranlasst. Damit zog Marques gut eine Woche nach Bekanntwerden der Manipulation von Meisterschaftsspielen die Konsequenzen aus den Verwicklungen von zwei Referees in illegale Wettgeschäfte. Ein Sprecher des nationalen Verbandes CBF bestätigte die Demission nach achtjähriger Amstzeit.

CBF-Präsident Teixeira droht Vereinen mit unvergesslichen Strafen

Unterdessen warnte CBF-Präsident Ricardo Teixeira von der Manipulation betroffene Vereine vor der Einschaltung ziviler Gerichte, nachdem mehrere "Kellerkinder" wegen des Skandals für die bis Anfang Dezember laufende Saison eine Aussetzung der Abstiegsregelung gefordert hatten. "Wer auch immer absteigen muss, wird absteigen, und wer auch immer aufsteigen darf, wird aufsteigen. Jeder, der deswegen vor Gericht zieht, wird eine unvergessliche Strafe erhalten", erklärte Teixeira. Brasiliens oberstes Sport-Gericht Stdj prüft inzwischen die Möglichkeit der Wiederholung von elf Spielen, die Schiedsrichter Edilson Perreira de Carvalho vorsätzlich durch Fehlentscheidungen beeinflusst haben soll. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.

Neben dem auf der Liste des Weltverbandes Fifa stehenden Referee soll auch sein Kollege Paulo Jose Danelon Punktspiele manipuliert haben. Die beiden Unparteiischen, die der CBF nach Aufdeckung der Affäre vom CBF suspendiert hatte, sollen im Auftrag des Geschäftsmannes Nagib Fayad gehandelt haben. Carvalho und Fayad wurden nach umfangreichen Geständnissen mittlerweile wieder aus der Untersuchungshaft entlassen.

Wegen der angeblichen Verwicklung in den Skandal hatte die Polizei am Freitag auch den früheren Schiedsrichter Wanderlei Pololi festgenommen. Der 52-Jährige soll als Mittelsmann zwischen Fayad und Danelon, den die Behörden nicht verhaftet hatten, fungiert haben.

© SID

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