Ticketbörse des VfL Wolfsburg
„Wir werden gegen Trittbrettfahrer vorgehen“

Mit einer eigenen Ticketbörse kämpft der VfL Wolfsburg gegen Schwarzhändler. Geschäftsführer Röttgermann erklärt im Interview, warum der Handel mit Fußballkarten bei Ebay und Viagogo dennoch weiter überwacht werden soll.
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Herr Röttgermann, Sie haben vor einem halben Jahr angekündigt, den Schwarzmarkt mit einer eigenen Ticketbörse eindämmen zu wollen. Wie ist der Stand der Dinge?
Thomas Röttgermann: Wir sind derzeit in der letzten Testphase und werden unsere Tauschbörse noch bis Ende Januar online stellen.

Wie wird der Tausch denn funktionieren?

Zielgruppe sind die Dauerkartenbesitzer. Wir geben ihnen die Möglichkeit, ihr Ticket für diejenigen Spiele zurückzugeben, zu denen sie nicht kommen können.

Was mussten Sie investieren?

Die Kosten geben wir nicht öffentlich bekannt. Es geht darum, eine Lösung zu programmieren. Das ist nicht unaufwendig, aber das ist uns der Service wert.

Wie sind die finanziellen Bedingungen?

Es gibt 17 Heimspiele pro Saison. Wer seine Karte für ein Spiel zurückgibt, erhält ein Siebzehntel des gezahlten Preises zurück – allerdings nur, wenn es gelingt, einen neuen Abnehmer zu finden. Wer die Karte dann kauft, zahlt an uns den Tageskartenpreis, der Dauerkartenrabatt entfällt.

Wie hoch ist die Differenz?

Das ist unterschiedlich, manche Karten sind rabattiert. Es geht aber nicht um Zusatzeinnahmen. Ziel ist, dass mit den Karten keine Mondpreise wie bei manchen kommerziellen Tauschbörsen erzielt werden. Das betrifft natürlich nur Spiele, für die keine Einzelkarten mehr verfügbar sind. Wir bieten die Tauschbörse in dieser Saison zum Heimspiel gegen Bayern München an – da erwarten wir Nachfrage, die das Angebot weit übersteigt.

Kommentare zu " Ticketbörse des VfL Wolfsburg: „Wir werden gegen Trittbrettfahrer vorgehen“"

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  • Die Vereine haben anscheinend immer noch nicht verstanden das die ehrlichen Fans nicht das Problem sind. Hier wirkt das einfache Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn ein Stadion ständig ausverkauft ist erhöht sich nun mal die Nachfrage und es gibt Leute die diese gerne zu Geld machen möchten. Es gibt nur eine Möglichkeit dies online zu unterbinden und zwar in einer Änderung der Gesetzgebung auf Bundesebene ähnlich wie in UK wo der Zweitmarkt per Gesetz verboten ist, es sei denn der Verein hat einen gültigen Vertrag mit einem Dritten. Unternehmen wie viagogo reiben sich doch die Finger über jeden Artikel der hier oder wo auch immer zu dem Thema erscheint und dem letztendlich immer gleichen Ergebnis der Machtlosigkeit." There is no such thing as bad press". Ticketbörsen zum Nennpreis ändern rein gar nichts. Derjenige der dies beim VFL oder anderen Vereinen zu verantworten hat will entweder die Fans für dumm verkaufen oder hat seien Job verfehlt weil er den eigenen Markt nicht versteht.

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