Trainer Aragones seit Amtsantritt ohne Niederlage
Spanier mit Prophezeiung zum WM-Titel

Mit einer Prophezeiung im Rücken wollen die Spanier den Titel holen. Erstmal steht jedoch heute (16 Uhr) in Kaiserslautern das letzte Gruppenspiel in der Gruppe H gegen Saudi-Arabien an.

Zusätzlich zu der nach zwei Siegen ohnehin großen WM-Hoffnung beruft sich nun die spanische Gratiszeitung "20 minutos" auf eine Prophezeiung Nostradamus. Laut dieser Vorhersage, die von der Gazette auf den Fußball bezogen wurde, sollen Raul und Co. mit dem "Heiligen Gral nach Spanien" zurückkehren. Nach Meinung der Gazette besagt die Vorhersage, dass es am Ende des "sechsten Monats 2006" eine "Schlacht in der Ebene Zentraleuropas" geben werde - mit einem spanischen Sieg.

Vorerst müssen die bereits für die Runde der besten 16 qualifizierten Spanier aber noch zum Abschluss der Gruppe H am Freitag in Kaiserslautern (16.00 Uhr/live bei Premiere) die Pflichtaufgabe gegen Saudi-Arabien absolvieren, die noch geringe rechnerische Chancen auf den Sprung in die nächste Runde haben.

"Es ist nicht entscheidend, wer spielt, sondern wie wir spielen. Ich habe Vertrauen in alle 23 Spieler", sagte Spaniens Trainer Luis Aragones, der voraussichtlich seine bisherigen Reservisten aufs Feld schicken wird. "Wir wollen gewinnen und stellen das beste Team auf, das dafür nötig ist", erklärte Aragones am Donnerstag in Mannheim vielsagend.

Raul: "Jetzt geht für mich das Turnier richtig los"

Vor allem dazugehören will Raul. Der Stürmer von Real Madrid war nach schwacher Saison von Trainer Aragones in die Reserve versetzt worden und sorgte beim 3:1 Sieg gegen Tunesien mit seinem Treffer nach der Einwechslung für die Wende. Sollte der 28-Jährige spanische Rekordtorschütze gegen die Araber wieder treffen, wäre er mit sechs Toren Spaniens bester WM-Torjäger. "Jetzt geht für mich das Turnier richtig los", meinte Raul.

Dreimal getroffen hat bei dieser WM bereits Fernando Torres. Dem 22-Jährigen gönnt Aragones aber eine Pause. "Er ist in einer überragenden physischen Verfassung. Damit das so bleibt, darf er sich ausruhen", sagte Aragones, der seit seinem Amtsantritt in 24 Spielen noch ohne Niederlage ist.

Trotz kleiner rechnerischer Chancen geht es für Saudi-Arabien nach der 0:4-Pleite gegen die Ukraine wohl eher darum, sich vernünftig aus Deutschland zu verabschieden. "Unsere Chance ist sehr klein, aber wir wollen um sie kämpfen", sagte Trainer Marcos Paqueta. Neben einem eigenen hohen Sieg wären die Araber auf Schützenhilfe angewiesen. Spielt Tunesien in Berlin (16.00 Uhr/live in der ARD und bei Premiere) unentschieden gegen die Ukraine, müssen die Saudis auf die Ukrainer vier Tore gutmachen, bei einem tunesischen Sieg zwei Treffer auf die Tunesier.

Wiedersehen mit Al-Jaber

Paqueta fehlt neben Stürmer Yasar Al-Kahtani auch Omar Al-Ghamdi. Dafür könnte es zu einem Wiedersehen mit zwei alten Bekannten kommen. Nach zwei Kurzeinsätzen und einem Tor beim 2:2 gegen Tunesien könnte Sturm-Idol Sami Al-Jaber (162 Länderspiel) in die erste Elf rücken, genauso wie Torhüter Mohammed Al-Deayea, für den es der 182. Einsatz im Nationaltrikot wäre. Er stand auch bei der WM 2002 bei der 0:8-Rekordpleite gegen Deutschland im Tor.

© SID

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