Trainerwechsel bei der DFB-Auswahl
Kommentar: Qualität und Ausgleich

Die persönliche Entscheidung von Jürgen Klinsmann, das Amt des Bundestrainers niederzulegen, kann man nur respektieren. Die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes, Joachim Löw zu seinem Nachfolger zu erklären, kann man nur gut heißen.

Die persönliche Entscheidung von Jürgen Klinsmann, das Amt des Bundestrainers niederzulegen, kann man nur respektieren. Die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Joachim Löw zu seinem Nachfolger zu erklären, kann man nur gut heißen. Denn sie steht für drei bedeutende Dinge: Kontinuität, Qualität und Ausgleich.

Es ist unzweifelhaft, dass Löw die (offensive) Spielkultur, die Klinsmann gemeinsam mit ihm eingeführt hat, fortführt. Das wollen der DFB, die Fans und Löw selber. Insofern steht der 46-Jährige für eine Kontinuität, die andere Kandidaten nicht gewährleistet hätten.

Anders als Klinsmann hat Löw zudem Erfahrung als Cheftrainer einer Mannschaft. Er war erfolgreich, hat etwa mit dem VfB Stuttgart den DFB-Pokal gewonnen. Zudem hat er schon unter Klinsmann einen großen Teil der eigentlichen Trainerarbeit getan. Und, er genießt Respekt, ist eine Autoritätsperson für die Nationalspieler. Denn im Schatten von Klinsmann war er häufig alles andere als der nette Herr Löw, wie er gerne bezeichnet wird.

Schließlich ist Löw in der Lage, einen Ausgleich mit dem DFB zu schaffen. Denn man darf bei aller Euphorie nicht vergessen: Klinsmann hatte nicht nur Freunde im Verband. Eine Versöhnung mit dem neuen Sportdirektor Mathias Sammer etwa, wäre nur schwer möglich gewesen. Löw ist in diesen Punkten unbelasteter. Er kann und wird sicherlich so manche Scherben kitten, ohne es gleich allen Recht machen zu wollen.

Sicher, Löw hat nicht die Ausstrahlung, das Charisma eines Jürgen Klinsmann. Doch entscheidend ist die Arbeit auf dem Platz und der Erfolg. Dafür bringt Löw alles mit.

Grischa Brower-Rabinowitsch
Grischa Brower-Rabinowitsch
Handelsblatt / Ressortleiter Unternehmen & Märkte
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