Transfergerüchte in Dortmund
Beim BVB wackelt nur Gündogan

In Wechselgerüchten um die BVB-Stars Aubameyang, Mkhitaryan und Gündogan steckt viel heiße Luft. Die Wahrscheinlichkeit, dass gleich drei Topkicker Borussia Dortmund im Sommer verlassen, geht gegen Null. Ein Kommentar.
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DüsseldorfWenn in der Bundesliga nicht Fußball gespielt wird, dann brodelt die Gerüchteküche. Welcher Verein will welchen Kicker? Welcher Spieler möchte vielleicht wechseln? Und wer pokert nur um einen besseren Vertrag? Bis Ende Januar wird dieses beliebte Spiel die Fußballwelt noch in Atem halten. Denn erst dann endet die Wintertransferperiode.

Dass Spieler des Bundesliga-Zweiten Borussia Dortmund dabei im Fokus stehen, ist klar. Das Team spielt ausgezeichnet, und einige der Stars haben mit spektakulären Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Allen voran der pfeilschnelle Gabuner Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang. Doch allen Gerüchten zum Trotz: Ausgerechnet Publikumsliebling „Auba“ ist derzeit nicht zu haben – auch nicht für 50 bis 60 Millionen Euro.

Warum? Der exzentrische Spieler, der gerne einen Batman-Jubel nach Toren zelebriert, fühlt sich in Dortmund pudelwohl. Was er gerade erst nach seiner Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres öffentlich bestätigt hat. Nicht nur das: Er hat ohne Not im Juli 2015 den am längsten laufenden Vertrag beim BVB unterschrieben – bis Juli 2020. Fazit: Da müsste schon jemand 100 Millionen Euro bieten, damit das Management von Dortmund – und vielleicht der Gabuner – schwach werden.

Auch der zweite BVB-Topspieler, der Armenier Henrikh Mkhitaryan, weiß genau, was er am BVB hat. Er war mit großen Erwartungen gestartet, doch zwei Jahre lang hat Mkhitaryan unter seinem Niveau gespielt. Er war zwar immer fleißig und laufstark, doch als offensiver Mittelfeldspieler an zu wenig Toren beteiligt. Das hat sich in dieser Saison deutlich gebessert.

Der Grund dafür ist der neue Trainer Thomas Tuchel. Er hat den sensiblen Kicker wach geküsst – mit ein paar psychologischen Tricks. So schenkte Tuchel dem Spieler das Buch „The Inner Game of Tennis: Die Kunst der entspannten Konzentration“. Mkhitaryan sagt darüber lachend im Interview mit dem „Kicker“: „Ich glaube, es wurde extra für mich geschrieben.“

Alles was er früher falsch gemacht habe, werde dort beschrieben. Er habe dann begonnen, die Dinge so zu verändern, wie es im Buch empfohlen werde. Die Folge in der ersten Hälfte der Bundesliga: sechs Tore und elf Torvorlagen. Damit nimmt er in der Scorer-Liste der Bundesliga den vierten Platz ein, hinter Aubameyang und den Bayern-Spielern  Thomas Müller und Robert Lewandowski.

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