Uefa-Cup
Eintracht will in die Gruppenphase

dpa FRANKFURT/MAIN. Mit großen Hoffnungen kehrt Eintracht Frankfurt im Erstrunden-Hinspiel des Uefa-Pokals gegen den dänischen Vizemeister Bröndby Kopenhagen nach elfeinhalb Jahren auf die internationale Fußball-Bühne zurück.

„Der Europacup hat einen hohen Stellenwert. Wir möchten so weit wie möglich kommen, auf jeden Fall die Gruppenphase erreichen. Wir haben Respekt, aber keine Angst“, sagte Trainer Friedhelm Funkel vor der Partie in der nicht ausverkauften Commerzbank-Arena.

Allerdings hat die Eintracht schlechte Erinnerungen an den Gegner. 1990 gingen die Frankfurter in Kopenhagen mit 0:5 unter und schieden trotz eines 4:1-Sieges im Rückspiel aus. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie Rache nehmen sollen“, berichtete Eintrachts „Mister Europacup“ Karl-Heinz Körbel, der bei der Schmach vor 16 Jahren dabei war. Im Hurra-Stil wird der Fußball-Bundesligist, der sich durch das Erreichen des vorjährigen DFB-Pokalfinales für die 1. Runde qualifizierte, sein Comeback aber nicht angehen.

Funkel hat eine kontrollierte Offensive als Marschroute festgelegt, um das angestrebte Ziel nicht zu gefährden. „Wir dürfen dem Gegner nicht ins offene Messer laufen und nicht glauben, dass wir Bröndby überrennen können. Wir werden nicht von Beginn an bedingungslos offensiv spielen. Ganz wichtig ist, dass hinten die Null steht“, erklärte Funkel.

Personell kann der Eintracht-Coach fast aus dem Vollen schöpfen, denn mit Michael Fink und Marko Rehmer kehren zwei Leistungsträger in den Kader zurück. Lediglich Mittelfeldregisseur Alexander Meier, dessen Platz Markus Weissenberger einnehmen wird, sowie die Langzeitverletzten Jermaine Jones und Chris fehlen. „Wir wollen zu Null spielen und ein, zwei Tore schießen. Dann könnten wir in Ruhe zum Rückspiel nach Kopenhagen fahren“, erklärte Torjäger Ioannis Amanatidis.

Der Ex-Stuttgarter gehört zu den wenigen Spielern im Team, die bereits über Europapokal-Erfahrung verfügen. Dennoch strotzt die Eintracht vor Selbstbewusstsein. „Wenn wir mit der richtigen Einstellung reingehen, packen wir Kopenhagen“, sagte U21-Nationalspieler Patrick Ochs. Und Mittelfeldspieler Albert Streit tönte: „Wir haben die Qualität, in jedem Spiel ein Tor zu machen. Der Verein hat jahrelang darauf gewartet. Wir sind in der Pflicht, etwas zu reißen.“

Entsprechend groß ist die Vorfreude bei der Eintracht. „Für alle, die dem Verein verbunden sind, ist ein Wunschtraum in Erfüllung gegangen. Die Teilnahme am Europacup nehmen wir wirtschaftlich und sportlich gerne mit. Sie ist von großer Bedeutung für unsere jungen Spieler und das Renommee des Vereins“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

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