Fußball
Urteil im "Fall Nowotny" erst Mitte Oktober

Bis zum 14. Oktober müssen sich Jens Nowotny und Bayer Leverkusen noch gedulden, dann will das Landgericht Köln endgültig über die Klage des Abwehrspielers über ein ausstehendes Handgeld entscheiden.

Erst Mitte Oktober werden die Fronten zwischen Bayer Leverkusen und Jens Nowotny endgültig geklärt. Im Rechtsstreit zwischen dem Bundesligisten und seinem Kapitän um ein Handgeld aus dem Jahr 2002 fällt am 14. Oktober das Urteil. Das ist das Ergebnis des ersten Prozesstages am Freitag vor der 10. Kammer für Handelssachen vor dem Landgericht Köln.

Im Mittelpunkt der Klage Nowotnys, der vor Gericht von der Beraterfirma GTS-Consulting vertreten wird, steht eine Handgeldzahlung in Höhe von etwa zehn Mill. Euro für seine Vertragsverlängerung 2002 in Leverkusen, von der Bayer bislang etwa 2,5 Mill. Euro ausgezahlt hat. Die Summe musste der Bayer-Abwehrchef versteuern. Nowotny fordert, dass der Verein die Zahlung des Differenzbetrages nach Steuern übernehmen soll. Einen Versuch der außergerichtlichen Einigung scheiterte am Nein der Nowotny-Seite.

Auch Calmund könnte vor Gericht aussagen

Der Vorsitzende Richter Dr. Herbert Schäfer äußerte am Freitag "Bedenken gegen die Wirksamkeit der Provisionsabrede", weil die Provision so hoch sei wie der Verdienst des Spielers innerhalb von etwa drei Jahren. Die Anklageseite hat nun vor dem 14. Oktober noch die Möglichkeit, die Bedenken auszuräumen. Möglich ist, dass dafür noch Nowotny selbst und auch der ehemalige Bayer-Geschäftsführer Reiner Calmund vor Gericht aussagen müssen.

Erst Anfang Juni hatte der 31-jährige Nowotny, der zur Zeit an den Folgen seines vierten Kreuzbandrisses laboriert, eine Klage gegen Bayer zurückgezogen. Damals ging es um Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die der Klub angeblich in Aussicht gestellt hatte.

© SID

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