VfB-Krise verschärft
Frankfurt schießt Stuttgart ans Tabellenende

Mit dem schlechtesten Bundesliga-Saisonstart seit 36 Jahren hat sich die Krise beim VfB Stuttgart dramatisch verschärft. Gegen Frankfurt machten die Schwaben wieder keine gute Figur. Für Trainer Gross wird es langsam brenzlig.
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HB STUTTGART. Die Stuttgarter kommen einfach nicht in Fahrt: Die Schwaben verloren am Sonntag verdient mit 1:2 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt und werden jetzt die zweiwöchige Länderspielpause als Tabellenletzer der Fußball-Bundesliga ertragen müssen.

Vor 44 000 Zuschauern verschlimmerten Theofanis Gekas (18.) mit seinem fünften Saisontor und der Brasilianer Chris den VfB - Seelenkater. Der Anschlusstreffer durch Pawel Pogrebnjaks fünften Saisontreffer (85.) kam zu spät. Zu allem Überfluss sah VfB-Kapitän Matthieu Delpierre (84.) auch noch die Rote Karte. Bei nur einem Sieg und bereits 15 Gegentoren in sieben Liga-Spielen wird die Situation für den VfB-Trainer Christian Gross immer brenzliger.

"Ich weiß nicht, was falsch läuft im Moment. Wir reden zu wenig, stehen falsch und die Frankfurter kommen einmal aufs Tor und treffen", analysierte VfB-Start Christian Träsch, der bei der Nationalmannschaft wenigstens auf andere Gedanken kommen kann, "es wäre fast besser, wenn wir weiterspielen können, damit wir endlich aus dem Sumpf da unten rauskommen."

Sein Kollege Zdravko Kuzmanovic wirkte ebenfalls ratlos: "Es läuft einfach alles momentan gegen uns. Wir brauchen Punkte, die haben wir nicht und das ist nicht gut." Nach dem 2:1 in der Europa League bei Odense BK war der VfB auch in der Liga zum Siegen verdammt. Trotzdem wählte Gross die Safety Frist-Variante mit vier nominellen Sechsern zur Stabilisierung der anfälligen Defensive.

Guineas Nationalspieler Mamadou Bah kam so im Mittelfeldzentrum neben Kuzmanovic zu seiner Liga-Premiere. "Wir müssen zuhause einfach anders auftreten. Wir brauchen dringend die Punkte", forderte Sportdirektor Fredi Bobic und dementierte einmal mehr, ein angespanntes Verhältnis mit Gross zu haben.

Von atmosphärischen Störungen oder gar Angst war beim VfB aber in den ersten 15 Minuten nichts zu sehen. Mit großem Einsatz und hoher Laufbereitschaft wollten die Stuttgarter allgemeine Verunsicherung bekämpfen. Der starke Träsch, gegen Odense geschont und diesmal für den rotgesperrten Mauro Camoranesi rechts im Mittelfeld, hämmerte nach nur zweieinhalb Minuten den Ball aus 30 Metern an die Unterkante der Latte.

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