Werbe-Ikonen im Sport
Roger Federer schlägt Cristiano Ronaldo

Drei Tennisspieler, drei Golfer, zwei Basketballer und ein Cricket-Spieler sind die Stars der Werbung im Sport. Alle verdienen mit Sponsoren mehr als Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der Liebling auf Facebook.
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DüsseldorfDie Wirtschaft braucht herausragende Könner aus dem Sport. In Einzelsportarten wie Golf oder Tennis werden Werber da offenbar besser fündig als in Mannschaftssportarten wie Fußball oder Baseball. Nicht so wichtig ist es dabei, ob der Sportler aktuell große Erfolge feiert. Hauptsache, er besitzt nach wie vor eine Heldenaura.

Dieses Bild zeichnen Einkommenszahlen, die vom Magazin „Forbes“ für den Zeitraum 2014/2015 gesammelt wurden. Geschätzt wurden nicht nur das Gehalt und die Preisgelder von 100 Top-Sportlern. Überdies sammelte Forbes Daten über weitere Zuwendungen, also Einnahmen aus den Bereichen Werbung und Sponsoring.

An der Spitze dieser Rangliste liegt überraschend kein Boxer, aber auch kein Fußballer, sondern ein Tennisspieler. Roger Federer, der gerade wieder in Wimbledon um den Titel spielt, erzielt mit Werbung und Sponsorenverträgen 2014/15 rund 58 Millionen Dollar, ermittelte Forbes. Das sind 87 Prozent seiner Gesamteinnahmen. Auf der Liste der Sportler, die am besten verdienen, liegt der Schweizer damit auf Rang fünf.

Die Werbeeinnahmen von Federer sind bemerkenswert, weil er 2013 in der Weltrangliste auf Platz Nummer sieben abrutschte. Doch einer, der im Tennis so viele Rekorde aufgestellt hat, eignet sich auch bei einer sportlichen Delle weiter als Topwerbeobjekt. Federer besitzt laut Forbes unter anderem langfristige Verträge mit Nike, Rolex und Credit Suisse. Ende 2014 verlängerte er einen Vertrag mit Mercedes um drei Jahre.

Noch extremer als Federer hängt der Spitzengolfer Tiger Woods derzeit von der Werbung ab. 99 Prozent seines Einkommens entfielen zuletzt darauf, weil Woods sich mit Verletzungen plagte und in Turnieren deshalb erfolglos agierte. Sein letzter großer Sieg datiert sogar aus dem Jahre 2008, als er die US-Open gewann.

2014/15 ermittelten die Forbes-Experten nur ein Preisgeld von 600.000 Dollar für ihn. Was ihn nicht am Hungertuch nagen ließ. Denn gleichzeitig nahm er durch Werbung und Sponsoring 50 Millionen Dollar ein. Im Ranking der Werbestars des Sports landet er damit auf dem zweiten Platz. Seine Einnahmen erhöhte er durch neue Deals mit MusclePharm und dem indischen Motorradhersteller „Hero“. Und er organisiert Golfturniere und engagiert sich in der Entwicklung von Golfplätzen.

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Cristiano Ronaldo ist nur die Nummer zehn

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