„Wir haben Nachholbedarf in der Auswertung von Fernsehbildern“
Fifa gesteht Fehler im Fall Frings ein

Die Fifa hat nach der überraschenden und kurzfristigen Sperre für Mittelfeldspieler Torsten Frings zugegeben nicht optimal ermittelt zu haben und insgesamt zu spät reagiert zu haben.

HB BERLIN. "Die Entscheidung sollte mehr als einen Tag vor dem Spiel kommen", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter am Dienstag in Berlin. "Ja, wir haben Nachholbedarf in der Auswertung von Fernsehbildern oder von Evidenzen, die in einem Disziplinarfall gebraucht werden."

Der deutsche Spieler Torsten Frings war am Montagabend von der FIFA-Disziplinarkommission wegen einer Tätlichkeit nach der Argentinien-Partie für das Halbfinale gegen Italien und ein weiteres Spiel auf Bewährung gesperrt worden.

Er nehme es persönlich auf seine Kappe, dass die Auswertung so lange gedauert habe, sagte Blatter. Daraus müsse man für die Zukunft lernen. Die Disziplinarkommission habe die Entscheidung gefällt, nachdem der Deutsche Fußballbund sich schriftlich und mündlich zu dem Vorfall geäußert habe. Die Entscheidung sei bindend. Blatter betonte, die Kommission sei ein "eigenständiges juristisches Gebilde" und arbeite weder mit dem FIFA-Exekutivkomitee noch mit dem FIFA-Präsidenten zusammen.

Frings muss wegen eines Faustschlags gegen den argentinischen Spieler Julio Cruz für eine Partie aussetzen. Damit könnte er im Endspiel oder im Spiel um Platz drei wieder eingesetzt werden. Die FIFA hatte noch am Wochenende erklärt, gegen deutsche Spieler werde nach der Viertelfinal-Partie am Freitag nicht ermittelt. Erst am Sonntagabend leitete sie nach dem Studium von Fernsehbildern das Verfahren ein.

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