WM-Rekordspieler, Platz 24: Zbigniew Boniek
Der Kopf des polnischen Angriffswirbels

Zbigniew Boniek gilt als einer der besten osteuropäischen Fußballer der Geschichte. Seine Vorliebe für Flutlichtspiele brachten ihm den Spitznamen „Bello di notte“, der „Schöne der Nacht“, ein.

Er startete seine Karriere in seiner Heimatstadt Bydgoszcz beim Klub Zawisza, ehe es ihn zu Widzew Lodz zog, wo er mit den polnischen Meisterschaften 1980/81 und 1981/82 seine ersten nationalen Erfolge sammelte. International machte der Angreifer schon 1978 bei seiner ersten WM in Argentinien auf sich aufmerksam. In seinem WM-Debüt traf der damals 22-Jährige beim 3:1 der Polen gegen Mexiko gleich doppelt.

Vier Jahre später war er auf dem Höhepunkt seiner internationalen Karriere angelangt. In einem bärenstarken polnischen Team gab er bei der WM in Spanien den Ton an. Vier Treffer erzielte er in den sechs Partien, gekrönt von einem fantastischen Hattrick im 3:0-Zwischenrundensieg gegen Belgien. Fatalerweise war der "Kopf" des polnischen Spiels im Halbfinale gesperrt, wer weiß, ob so nicht mehr als "nur" ein dritter Platz herausgesprungen wäre.

Nach der WM wagte "Zibi" den großen Sprung in die italienische Serie A zu Juventus Turin. Er sollte ihn nicht bereuen: Zusammen mit dem französischen Superstar Michel Platini und Italiens Topstürmer Paolo Rossi stürmte der Pole von Titel zu Titel, sowohl national, als auch international. 1984 und 1986 holte "Juve" den "Scudetto", die "Coppa Italia" 1983, den Europapokal der Pokalsieger und den europäischen Supercup 1984 und schließlich 1985 den Europapokal der Landesmeister. Allerdings wurde der Finalsieg über den FC Liverpool von den tragischen Geschehnissen im Brüsseler Heysel-Stadion überschattet. Juve-Präsident Agnelli schwärmte von seinem Angreifer als "Bello di notte", dem "Schönen der Nacht", denn in Flutlichtspielen schien er immer noch einen Tick besser zu sein, als sonst.

Zur Saison 1985/86 wechselte Boniek trotz aller Lobeshymnen zum AS Rom, mit dem er im selben Jahr auf Anhieb den italienischen Pokal gewann. 1986 markierte für ihn zugleich die dritte WM-Teilnahme, Polen allerdings scheiterte im Achtelfinale nach einer 0:4-Niederlage gegen Brasilien. 80-mal lief Boniek insgesamt für das polnische Nationalteam auf und traf dabei 24-mal. Er beendete seine aktive Laufbahn 1988 in Rom, kehrte von Juli bis Dezember 2002 als polnischer Nationaltrainer aber noch einmal kurzzeitig auf die internationale Fußballbühne zurück.

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