Wolfsburg besiegt Frankfurt
Naldo bejubelt Hammer-Tor

Der VfL Wolfsburg träumt wieder von der Champions League – vor allem dank Naldo. Der Ersatz-Kapitän hämmert den Ball gegen Eintracht Frankfurt aus 35 Metern mit all seiner Schussgewalt ins Tor.
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WolfsburgDer VfL Wolfsburg darf wieder auf die Qualifikation zur Champions League hoffen. Die Niedersachsen setzten sich im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 (0:1) durch und schielen nach dem zweiten Sieg in Folge mehr denn je auf den vierten Platz in der Bundesliga-Tabelle.

Vor 29.159 Zuschauern hatte Eintracht-Stürmer Stefan Aigner die Gäste, die zuvor zwei Siege in Serie eingefahren hatten, in der elften Minute in Führung gebracht. Für die zwar bemühten, aber lange glücklosen Wolfsburger erzielte Angreifer Ivica Olic den Ausgleichstreffer (69.). Ein sehenswerter Distanzschuss von Naldo (89.) in den Winkel bescherte den Gastgebern drei wichtige Punkte.

Bei den Wölfen feierte Ersatztorhüter Max Grün sein Startelf-Debüt zwischen den Pfosten, da Stammkeeper Diego Banglio (Haarriss im Finger) verletzungsbedingt fehlte. Ins Team zurück kehrte 22-Millionen-Euro-Einkauf Kevin de Bruyne nach abgesessener Gelbsperre. Bei Eintracht lief überraschend Stephan Schröck für den gelbgesperrten Marco Russ auf. 

Beim frühen Wolfsburger Rückstand hatte Grün kaum eine Abwehrchance. Die VfL-Defensive war in dieser Szene völlig ungeordnet, da Innenverteidiger Timm Klose nach einem unglücklichen Zweikampf mit dem Frankfurter Joselu im Abwehrzentrum fehlte. Klose verletzte sich bei der Aktion und musste nach einem katastrophalen Fehler, der beinahe das 0:2 durch Aigner bedeutet hätte, in der 19. Minute ausgewechselt werden.

Die Wolfsburger erholten sich aber schnell von den Nackenschlägen. Maximilian Arnold (20.), der agile Ivan Perisic (24.), Naldo (28.) und Knoche (41.) hätten in der ersten Halbzeit den Ausgleich erzielen können. Die Gäste aus Hessen setzten der spielerischen Überlegenheit des Gegners vor allem Zweikampfhärte entgegen. 

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spiel zunächst wenig: Wolfsburg war bemüht, aber zunächst nicht zwingend genug. Star-Einkauf de Bruyne enttäuschte erneut und konnte dem Team so gut wie keine Impulse geben. Die Frankfurter zogen sich tief in die eigene Hälfte zurück und lauerten fast nur noch auf Konter. Die Passivität wurde durch den Ausgleichtreffer bestraft.

Für Aufregung sorgte eine strittige Entscheidung in der 64. Minute: Eintracht-Torhüter Kevin Trapp fing mit Mühe einen langen Ball, den Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) nicht hinter der Linie gesehen hatte.

Bei den Wolfsburgern wussten vor allem Ricardo Rodriguez und Junior Malanda im zentralen Mittelfeld zu überzeugen. Frankfurt hatte in Rechtsverteidiger Sebastian Jung und Abwehrchef Alexander Madlung seine besten Akteure.

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