Zuversicht in der 2. Bundesliga
Traditionsclubs wollen die Favoriten ärgern

Sie dürfte sehr spannend werden: Die 2. Bundesliga scheint kurz vor ihrem Beginn extrem ausgeglichen. Stuttgart und Hannover sind die Top-Anwärter für den Aufstieg. Doch können sich die Erstligaabsteiger durchsetzen?

BerlinDie 2. Fußball-Bundesliga steht vor einer kaum berechenbaren Saison. Die Erstligaabsteiger VfB Stuttgart und Hannover 96 sind die erklärten Aufstiegsfavoriten. Doch zumindest bei den Schwaben ist die Zuversicht zuletzt gesunken. Eine Gruppe aus Traditionsvereinen wie der 1. FC Nürnberg oder Fortuna Düsseldorf hofft auf die Rückkehr zu alten Glanzzeiten. Die wahrscheinlichen Wackelkandidaten um die Aufsteiger Würzburger Kickers und Erzgebirge Aue werden hingegen kämpfen müssen, um drin zu bleiben.

Fast alle Trainer der 18 Zweitligisten nannten in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur die Absteiger als Topanwärter auf die Spitzenplätze. „Stuttgart und Hannover gehören von den finanziellen Möglichkeiten her für mich zu den Favoriten“, sagte zum Beispiel der Coach des 1. FC Union Berlin, Jens Keller.

Der VfB, Fünfter der „ewigen“ Bundesligatabelle, spielt nach 39 Jahren erstmals wieder in Kategorie zwei. Hannover war zuvor 14 Jahre Mitglied in Liga eins. Die Niedersachsen verstärkten seit dem Abstieg vor allem ihre Offensive und sind deshalb trotz des Abgangs von Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler (Leicester City) schon vor dem ersten Spieltag im Angriffsmodus: „Unser Ziel ist der direkte Wiederaufstieg“, sagte Hannovers junger Coach Daniel Stendel.

Die Schwaben hielten sich zuletzt mit Äußerungen in Sachen Aufstieg zurück. Denn in Stuttgart geht kurz vor dem Saisonstart eine Sorge um: Der Kader könnte doch nicht so stark sein. „Die Qualität entspricht nicht dem, was man vor drei bis vier Wochen angekündigt hat. Wir sind nicht der FC Bayern der zweiten Liga“, mahnte VfB-Kapitän Christian Gentner.

Stuttgart musste in Timo Werner, Filip Kostic und Daniel Didavi seine drei besten Offensivspieler abgeben. Martin Harnik ging zudem nach Hannover. Bekannte Neuzugänge des VfB sind Simon Terodde (VfL Bochum) oder Hajime Hosogai (Hertha BSC).

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