Action, Spannung und Dramatik in Oschersleben
Ausgereifte Technik und engagierte Hersteller

Bei der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (Wtcc) dürfte die vierte Runde am Sonntag (15.15 Uhr/live im ZDF) in der Motorsport Arena Oschersleben ein besonderes Highlight mit viel Action, Spannung und Dramatik werden. Doch hinter dem ausgeglichenen Kampf auf der Rennstrecke stehen neben dem Können der Fahrer auch ein ausgeklügeltes Reglement und die ausgereifte Technik von sechs engagierten Herstellern.

In der FIA-Tourenwagen-WM sind Fahrzeuge nach dem so genannten Super-2000-Reglement zugelassen. Als Basisfahrzeuge dienen viertürige Limousinen mit wenigstens 4,20 Metern Länge. Ihre Serienpendants müssen insgesamt mindestens 2 500-mal produziert worden sein und aus einer Fahrzeugfamilie mit mindestens 25 000 Exemplaren pro Jahr stammen.

Zudem muss das Fahrzeug als seriennahes Gruppe-A-Auto vom Automobil-Weltverband FIA homologiert worden sein. Doch die Rahmenbedingungen sind aufgrund unterschiedlicher Fahrzeugkonzepte nicht für alle Hersteller gleich.

Technische Vorteile mit Zusatzgewichten "bestraft"

Mit einem flexiblen Gewichtsreglement werden Unterschiede erfolgreich nivelliert. So werden technische Vorteile ebenso mit Zusatzgewichten "bestraft" wie Erfolge bei den Rennen. Um über die Mindestgewichte hinaus einzelne Nachteile der Fahrzeugkonzepte zu kompensieren, erlauben die Regelhüter individuelle Anpassungen.

Trotz des eng gesteckten Regelwerks bleibt viel Raum für kreative Ideen der Ingenieure. Marken-Weltmeister BMW setzt beispielsweise beim neu entwickelten 320si erstmals auf 4-Zylinder-Triebwerke, wie sie die ebenfalls werksseitig in der Tourenwagen-WM engagierten Konkurrenten Chevrolet und Seat bereits seit Jahren einsetzen. Die Zweilitermotoren leisten jeweils rund 280 PS.

BMW als einziger Hersteller mit Heckantrieb

Laut Reglement liegt das Mindestgewicht der frontgetriebenen Fahrzeuge (Alfa Romeo, Chevrolet, Honda, Peugeot und Seat) bei 1 110 kg, das sind 30kg weniger als bei BMW (1140kg), dem einzigen Hersteller mit Heckantrieb.

Neben den offiziellen Werkseinsätzen von BMW, Chevrolet (GM) und Seat sind die Marken Alfa Romeo, Honda und Peugeot mit werksunterstützten Kundenteams vertreten. Das Meisterauto des Vorjahres, der BMW 320i, wird zudem noch von mehreren Privatteams ins Rennen geschickt.

© SID

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