Motorsport
Alonso startet in Magny-Cours von der Pole

Fernando Alonso hat sich die Pole Position beim Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours gesichert. Im Qualifying fuhr der Spanier vor Jarno Trulli und Kimi Räikkönen die beste Zeit. Michael Schumacher wurde Vierter.

Michael Schumacher hat in Magny-Cours den Sprung in die erste Startreihe verpasst. Der Formel-1-Weltmeister fuhr im Qualifying zum Großen Preis von Frankreich am Sonntag (14 Uhr/live in Premiere und RTL) im Ferrari in 1:14,572 Minuten auf Platz vier, darf im Rennen aber vom dritten Rang starten. Grund ist ein Motorwechsel des Finnen Kimi Räikkönen beim Training am Freitag. Der Mercedes-Pilot wird von seinem dritten Platz beim Qualifying um zehn Ränge zurückgestuft.

Alonso nicht zu bremsen

Schnellster war WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, der Arbeitgeber Renault beim Heimspiel in 1:14,412 die Pole Position bescherte. Für den Spanier war es die sechste Bestzeit seiner Karriere und die dritte in dieser Saison.

Toyota-Pilot Jarno Trulli aus Italien kam in 1:14,521 auf Rang zwei. Dessen Teamkollege Ralf Schumacher wurde in 1:15,771 Zwölfter, startet am Sonntag aber von Rang elf, der Mönchengladbacher Nick Heidfeld belegte im BMW-Williams in 1:16,207 die 14. Position.

Schumacher schielt auf den Sieg

"Ich bin ganz zufrieden mit meinem Startplatz", sagte Michael Schumacher: "Auch wenn ich gehofft hatte, ganz vorne zu stehen, nachdem das Wochenende bisher sehr gut für uns gelaufen war." Für das Rennen am Sonntag ist er dennoch sehr optimistisch: "Da sollten wir schnell sein. Ich rechne mir einiges aus", sagte er und meinte auf Nachfrage: "Ich hoffe, im Ziel zwei Plätze weiter vorne zu sein." Mit dem achten Erfolg auf der gleichen Strecke würde der 36-Jährige einen weiteren Rekord in seiner einzigartigen Karriere aufstellen. Alonso sei zwar Favorit, aber man dürfe auch Räikkönen nicht abschreiben.

Renault-Mann Alonso, der vor dem 10. von 19 WM-Läufen in der Gesamtwertung mit 59 Punkten vor Räikkönen (37) und Schumacher (34) führt, war mit seiner Vorstellung sehr zufrieden. "Im letzten Jahr hatte ich hier meine einzige Pole der Saison. Diesmal war ich schon vorher sehr optimistisch", erklärte der Spanier, der sich sehr über die Unterstützung von den Rängen freute: "Das hier ist neben Barcelona das einzige Rennen, bei dem man mehr blau als rot auf den Tribünen sieht." Den letzten Renault-Sieg in Frankreich holte vor 22 Jahren Alain Prost.

Räikkönen, der laut Mercedes-Sportchef Norbert Haug "eine Superrunde" gefahren ist, will am Sonntag Schadensbegrenzung betreiben. "Mein Auto ist sehr gut. Ich hoffe, dass ich ein paar Punkte hole, um nicht zu viel Boden zu verlieren."

"Schumi II" unzufrieden

Nicht ganz zufrieden war Toyota-Mann Ralf Schumacher. "Ich hatte einen kleinen Fehler in meiner Runde. Dass ich durch die Streckenbedingungen eine Sekunde verliere, war schon vorher klar", erklärte der Kerpener, der nach seiner Zwangspause in Indianapolis als erster Pilot seine schnelle Runde fahren musste.

Dagegen scheinen die BMW-Williams-Piloten ein größeres Problem zu haben. "Wir sind generell zu langsam, das hat sich das ganze Wochenende abgezeichnet", meinte Heidfeld. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen zeigte sich ebenfalls ernüchtert. "Es war schon nach dem freien Training klar, dass unser Team in diesem Jahr hier nicht vorne dabei sein wird", sagte er.

Dabei hatte Williams ein komplett überarbeitetes Auto mit nach Frankreich gebracht. Dennoch waren Heidfeld und der Australier Mark Webber (Platz 13) langsamer als die Sauber-Piloten Felipe Massa (Brasilien) und Jacques Villeneuve (Kanada) auf den Positionen zehn und elf. Am Mittwoch voriger Woche hatte BMW das Schweizer Team gekauft und wird 2006 ein komplett eigenes Auto an den Start bringen.

© SID

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