Motorsport
Brite Paffett triumphiert in Oschersleben

Nach seinem zweiten Saisonsieg liegt der britische Mercedes-Pilot Gary Paffett in der DTM nur noch einen Zähler hinter Mattias Ekström. Der Schwede wurde beim fünften Saisonlauf in Oschersleben Zweiter.

Zweiter Saisonsieg für Gary Paffett in der DTM: Am Sonntag gewann der Brite den fünften Lauf der Deutschen Tourenwagen-Masters vor 48 000 Zuschauern in Oschersleben. Der Mercedes-Pilot verwies den Schweden Mattias Ekström in seinem Abt-Audi A4 auf Rang zwei. In der DTM-Gesamtwertung führt Ekström weiter mit 35 Punkten vor Paffett (34).

"Wir haben noch sechs Rennen, da ist alles drin. Ich bin bereit für den Titel", sagte Paffett. Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte seinen Fahrer in den höchsten Tönen: "Es gab mehrere Siegkandidaten, aber Gary hat einen perfekten Job gemacht und verdient gewonnen. Vier Mercedes-Siege in fünf Rennen - das ist eine beeindruckende Leistung."

Green auf Platz drei

Dritter wurde nach 44 Runden Paffetts Landsmann Jamie Green in einem weiteren AMG-Mercedes vor dem viermaligen DTM-Champion Bernd Schneider (St. Ingbert/Mercedes) und Le-Mans-Sieger Tom Kristensen (Dänemark/Audi). Keine Chance hatten die ehemaligen Formel-1-Stars. Der zweimalige Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland/Mercedes) schied nach einem spektakulären Ausflug durch die Wiese aus. Opel-Pilot Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach), der zuvor in Brünn als Dritter erstmals auf dem Podium stand, enttäuschte diesmal auf Position 14.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht nach unserem Chaos beim Start, das war die Vorentscheidung", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, der sich einen Seitenhieb auf die Rivalen aus Stuttgart aber nicht verkneifen konnte: "Auch wenn wir diesmal nicht gewonnen haben, war zu sehen, wer heute die schnellsten Autos hatte." Meister Ekström allerdings war zufrieden: "Dafür, dass ich vom fünften Startplatz gekommen bin, ist das ein tolles Ergebnis. Ich habe alles aus dem Auto geholt, mehr war nicht drin."

Pech hatte Tom Kristensen. Der Däne, der am Sonntag zuvor mit dem siebten Le-Mans-Sieg Motorsport-Geschichte geschrieben hatte, legte einen Fehlstart hin und fiel von der Pole Position in die letzte Reihe zurück. Hinter dem Audi-Piloten lag nach der ersten Runde nur Mika Häkkinen auf dem 20. Platz.

Spektakulärer Dreher

Für Häkkinen war das Rennen schon nach dem ersten Boxenstopp in Runde sieben gelaufen. Nach einer Panne beim Radwechsel fiel der Finne erneut aussichtslos auf den letzten Platz zurück. Eine Runde später war der Arbeitstag für den 36-Jährigen endgültig beendet. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch verlor Häkkinen die Kontrolle über den AMG-Mercedes, schleuderte spektakulär über die Wiese und strandete schließlich im Kiesbett. "Das war mein Fehler, ich war einfach zu schnell", sagte der Finne.

Deutlich besser lief es für Kristensen, der nach verschlafenem Beginn viel Boden gutmachte. Nach 16 Runden hatte sich der Däne, der vor dem Start von Arbeitgeber Audi für den Le-Mans-Triumph zum König gekrönt wurde, schon bis auf den fünften Rang nach vorne geschoben. Die Führung behauptete sein Teamkollege Ekström, der aber wenig später von den Mercedes-Piloten Paffett und Green auf Rang drei verdrängt wurde, ehe er Green mit einem tollen Manöver wieder überholte.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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