Motorsport
Formel-1-Reifen-Reglement "belastet alle Teams"

Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat nach dem Skandal-Rennen von Indianapolis das Reifen-Reglement in der Formel 1 kritisiert. "Die Reifen spielen eine viel zu große Rolle", sagte di Montezemolo.

Nach dem Skandal-Rennen von Indianapolis hat nun auch Ferrari-Chef Luca di Montezemolo die seiner Meinung nach übertriebene Bedeutung der Reifen in der Formel-1-WM kritisiert. "Die Reifen spielen eine viel zu große Rolle", sagte di Montezemolo der italienischen Sporttageszeitung "La Gazzetta dello Sport" (Dienstag-Ausgabe). Die neuen Vorschriften wurden eingeführt, um die letztjährige Übermacht von Ferrari zu beenden. "Stattdessen belastet das Reglement alle Teams", sagte di Montezemolo.

Ferraris Rennleiter und Generaldirektor Jean Todt verteidigte den Doppelerfolg von Michael Schumacher und Rubens Barrichello in Indianapolis. "Ich hätte mir zwar lieber ein Rennen mit 20 Autos gewünscht, aber wir haben den Erfolg verdient", sagte Todt: "Besorgt bin ich wegen des Imageschadens für die Formel 1."

Ferrari wäre mit Reifenwechsel einverstanden gewesen

Todt versicherte erneut, Ferrari habe den sieben Michelin-Teams drei Vorschläge gemacht, um das Rennen doch noch zu retten, die jedoch alle abgelehnt worden seien. "Wir wären mit einem Reifenwechsel der Michelin-Teams einverstanden gewesen", sagte Todt der "La Gazzetta dello Sport": "Es wäre für uns auch in Ordnung gewesen, das Tempolimit in der Boxengasse raufzusetzen und die Höchstgeschwindigkeit in der kritischen Steilkurve zu senken."

Derweil hat einer der enttäuschten Indy-Besucher eine erste Sammelklage gegen den Automobil-Weltverband FIA, Reifenhersteller Michelin und den Indianapolis Motor Speedway eingereicht. Larry Bowers aus Colorado klagt über seinen Rechtsanwalt William Bock III. auf "Betrug" und fordert Schadenersatz. Die Eintrittspreise am Sonntag lagen im Schnitt bei 100 Dollar.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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