Formel 1
Schumacher braucht ein kleines Wunder

Der achte WM-Titel sollte der krönende Abschluss seiner einzigartigen Karriere sein. Doch nun ist der Gesamtsieg für Michael Schumacher in weite Ferne gerückt. Im vorletzten Rennen der Formel-1-Saison blieb der Ferrari-Pilot kurz vor Schluss liegen. Rivale Fernando Alonso gewann das Rennen. Es gibt aber noch eine kleine Chance für Schumacher.

HB SUZUKA. Beim Großen Preis von Japan schied der Schumacher am Sonntag in Suzuka in der 37. Runde mit rauchendem Motor aus und musste tatenlos zusehen, wie sein WM-Rivale Alonso im Renault zu seinem siebten Saisonsieg fuhr und mit 10 Punkten Vorsprung die Führung in der WM-Wertung zurückeroberte.

Nur noch ein kleines Wunder kann den 37 Jahre alten Schumacher zum Abschluss seiner Karriere erneut auf den WM-Thron hieven. Der Kerpener benötigt in seinem 250. und letzten Grand Prix einen Sieg, während Titelverteidiger Alonso zugleich ohne Punkt bleiben muss. Zum Saisonfinale in Sao Paulo in Brasilien reist der Spanier mit 126 Punkten an und hat 10 Zähler Vorsprung auf seinen deutschen Konkurrenten. „Noch ist es nicht ganz vorbei. Aber es wird sehr schwierig“, gestand Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn.

Es passierte nach dem Boxenstopp

Die Entscheidung in dem bis dahin wenig ereignisreichen Rennens fiel nach Schumachers zweitem Boxenstopp. Der siebenmalige Champion fuhr unangefochten an der Spitze, als plötzlich Rauch aus dem Heck seines Ferraris quoll. Schumacher musste seinen Wagen abstellen und den langen Weg zurück zur Box zu Fuß gehen. Dort klatschte er trotz der Enttäuschung seine Mechaniker ab und spendete Trost.

Sein Verfolger Alonso raste indes nach 307,573 Kilometern als Erster über die Ziellinie. Nach 1:23:53,413 Stunden hatte der 25- Jährige 16,151 Sekunden Vorsprung auf Schumachers Teamkollege Felipe Massa. Dritter wurde der Italiener Giancarlo Fisichella im zweiten Renault. „Dieser Sieg war verdammt wichtig für uns“, meinte Alonso nach seinem ersten Erfolg nach drei Monaten.

Auch in der Konstrukteurs-Wertung hat Ferrari kaum noch Chancen auf den Titel. Renault führt nach 17 von 18 Rennen mit 195 Zählern vor der Scuderia mit 186 Punkten.

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