Formel 1
Vettel fährt Rekordsieg in USA ein

Der Formel-1-Weltmeister hat am Sonntag den Rekord von Michael Schumacher geknackt und beim Großen Preis in den USA seinen achten Saisonsieg in Folge geholt. Auch ein anderer Deutscher hatte Grund zur Freude.
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AustinZur emotionalen Liebeserklärung an sein Team brannte Sebastian Vettel seine Siegerkreisel auch in den amerikanischen Asphalt. Mit unerbittlicher Dominanz hat der viermalige Formel-1-Weltmeister seine Rekordjagd im Land der unbegrenzten Möglichkeiten fortgesetzt. Vettel feierte am Sonntag beim Großen Preis der USA seinen achten Saisonsieg in Serie: Er ließ damit Rekordchampion und Kindheitsidol Michael Schumacher endgültig hinter sich, der in seinem letzten Titeljahr (2004) sieben Grand Prix nacheinander gewonnen hatte.

„Fantastisch, Seb, Rekord gebrochen“, lobte Teamchef Christian Horner, der einen Tag nach seinem 40. Geburtstag den nächsten Grund zum Anstoßen hatte. „Unglaublich“, stammelte Vettel via Boxenfunk zurück. „Wir müssen diese Zeit genießen, solange es geht. Wir haben keine Garantie, dass diese Tage so bleiben. Ich bin so stolz auf euch. Ich liebe euch“, sagte Vettel mit belegter Stimme, während er sich erneut zu seinen mittlerweile schon legendären Siegerkreiseln hinreißen ließ. „Es ist sehr schwierig, diesen Rekord zu realisieren“, meinte Vettel immer noch sichtbar bewegt.

Auf dem Circuit of the Americas war er erneut in einer eigenen Liga gefahren, er bejubelte bereits eine Woche vor dem Finale in Brasilien erstmals in seiner Karriere zwölf Rennerfolge in einer Saison. Es war der insgesamt 38. Sieg in seinem 119. Rennen. „Vettel, Vettel, Vettel“, sagte Ex-Weltmeister Niki Lauda und zog gleich dreimal die Kappe vor dem Saisonrekordsieger.

Wichtige Punkte im Duell mit dem zweitplatzierten deutschen Mercedes-Team konnte Romain Grosjean im Lotus auf dem zweiten Rang einheimsen. Dritter wurde Mark Webber im zweiten Red Bull. Vorjahressieger Lewis Hamilton verpasste als Vierter im Silberpfeil das Podest, kletterte aber im WM-Klassement am verletzten Kimi Räikkönen (Lotus) vorbei auf den dritten Rang hinter Vettel und Fernando Alonso. Der Spanier landete im Ferrari in Austin auf dem fünften Platz und steht damit als WM-Zweiter hinter Vettel fest.

Für weitere Freude aus deutscher Sicht sorgte Nico Hülkenberg. Der Sauber-Pilot - noch immer ohne Anstellung im kommenden Jahr - reihte sich auf dem sechsten Platz ein. „Ich kann einigermaßen zufrieden sein“, sagte der Emmericher mit breitem Grinsen. Nico Rosberg schaffte es nach einer verkorksten Qualifikation mit Platz 14 im zweiten Mercedes nur noch auf Platz neun. Adrian Sutil hatte den 18. WM-Lauf 2013 in seinem Force India nach wenigen Metern beenden müssen.

Der Gräfelfinger sorgte für frühe Action vor rund 100 000 Zuschauern in dem ansonsten langweiligen zweiten Formel-1-Rennen in Austin. Vettel verteidigte beim Erlöschen der Roten Ampeln seine 44. Pole erfolgreich. Teamkollege Webber aus Australien musste sich in seinem vorletzten Formel-1-Rennen vom Franzosen Grosjean und Briten Hamilton überholen lassen. Hülkenberg rutschte vom vierten auf den fünften Platz zurück.

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