Motorsport
Haug dementiert Wechsel-Gerüchte um Räikkönen

Der angebliche Wechsel von Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen zu Ferrari ist nun von Mercedes-Sportchef Norbert Haug dementiert worden. "Da ist garantiert nichts dran", so Haug zum Sport-Informations-Dienst.

Die Gerüchteküche in der Formel 1 kocht derzeit ziemlich heiß. Demnach hat der Finne Kimi Räikkönen bereits einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben und soll Michael Schumacher beerben. Der siebenmalige Weltmeister soll dafür im Tausch zu Mclaren-Mercedes wechseln. Mercedes-Sportchef Norbert Haug wies nun aber alle Spekulationen haltlos zurück. "Das stimmt absolut nicht, da ist garantiert nichts dran. Kimi hat keinen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben", sagte Haug dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Donnerstag.

Wechsel wäre nicht nachvollziehbar

Ein Wechsel wäre aus rein sportlichen Gesichtspunkten ohnehin kaum zu verstehen. Warum sollte Räikkönen sein Cockpit im derzeit schnellsten Formel-1-Auto räumen? Und Mclaren-Teamchef Ron Dennis weiß, was er am "Iceman" hat. Laut britischer Medienberichte soll er dem Finnen unlängst einen neuen Vertrag bis 2009 angeboten haben.

Räikkönen, der in der WM-Wertung 24 Punkte hinter dem führenden Spanier Fernando Alonso (Renault) zurück auf Platz zwei liegt und sich durchaus noch einige Chancen auf seinen ersten WM-Titel ausrechnet, will den "Silberpfeilen" die Treue halten. "Warum sollte ich auch nur über einen Wechsel nachdenken? Ich bin in einer Situation, in der die meisten Formel-1-Fahrer gerne wären", sagte der Finne.

Auch Ferrari dementiert Vorvertrags-Gerücht

Auch Ferrari wies den Bericht über einen angeblichen Vorvertrag mit Räikkönen zurück. "Wir haben schon zwei Fahrer für die WM-Saison 2006 unter Vertrag, und es ist viel zu früh, bereits jetzt Gespräche über 2007 zu führen", sagte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni über die Gerüchte, die in der Bild Zeitung unter Berufung auf eine "absolut sichere Quelle" verbreitet wurden. Es gebe zum jetzigen Zeitpunkt "kein Abkommen mit irgendeinem Fahrer für 2007", versicherte der Italiener.

Mitschuld an den Spekulationen hat offenbar die Finanzkrise bei Ferrari. Der italienische Rennstall müsse künftig angeblich sparen und habe Probleme, auch weiter Schumachers Jahresgage von etwa 35 Mill. Euro aufzubringen. Dessen Manager Willi Weber soll aber fünf Mill. Euro mehr gefordert haben: "Einen Schumacher gibt´s nicht zum Schnäppchenpreis."

Eine gigantische Summe, die den Gerüchten zufolge, wohl nur Mclaren-Mercedes zu zahlen bereit sei. Aus diesem Grund ruhen die Verhandlungen bis zur Winterpause, was die Spekulationen kräftig anheizt. Schumachers Vertrag mit Ferrari läuft bis zum Saisonende 2006, sein neuer Teamkollege im nächsten Jahr ist Felipe Massa (Brasilien).

"Die Fahrer haben immer treu zu uns gestanden - und umgekehrt. Bestes Beispiel dafür ist die enge Zusammenarbeit mit Mika Häkkinen und David Coulthard, die insgesamt neun lange Jahre dauerte", sagte Dennis der Nachrichtenagentur Reuters. Man strebe eine langfristige Zusammenarbeit nicht nur mit Kimi Räikkönen, sondern auch mit dessen Teamkollegen Juan Pablo Montoya (Kolumbien) an, meinte der Engländer weiter: "Wir führen daher keine Gespräche mit anderen Fahrern - das gilt auch für Michael Schumacher."

© SID

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