Motorsport
Mclaren-Pilot de la Rosa dominiert freies Training

Im freien Training zum Großen Preis von England fuhr Mclaren-Mercedes-Testpilot Pedro de la Rosa die schnellste Zeit, Fernando Alonso im Renault wurde Achter. Michael Schumacher belegte im Ferrari nur den elften Rang.

Noch immer kommt Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher nicht richtig in die Gänge. Der Ferrari-Star wurde nach dem Aufwärtstrend in den letzten Wochen zum Auftakt in Silverstone kalt erwischt. Der WM-Dritte fuhr im freien Training zum Großen Preis von England (Sonntag 14.00 Uhr Mesz/live in Premiere und RTL) in 1:21,044 Minuten nur die elftbeste Zeit des Tages und lag dabei deutlich hinter der Konkurrenz zurück.

"In Ruhe analysieren"

"Wir müssen das erstmal in Ruhe analysieren", sagte Schumacher, der die Hoffnung auf die Rückkehr an die Spitze längst noch nicht aufgegeben hat: "Vielleicht läuft es ja umgekehrt als zuletzt in Frankreich, wo wir im Training gut und dann im Rennen schlechter waren."

Silberpfeile hinterlassen guten Eindruck

Deutlich schneller als der 36 Jahre alte Kerpener war Mclaren-Mercedes-Testpilot Pedro de la Rosa (Spanien), der in 1:18, 530 Tagesbestzeit fuhr. Die Silberpfeile hinterließen in Silverstone ohnehin einen guten Eindruck. Hinter Toyota-Testpilot Ricardo Zonta aus Brasilien (1:18,964) und dem Briten Jenson Button im BAR-Honda (1:20,211) landeten der Kolumbianer Juan Pablo Montoya (1:20,252) und der WM-Zweite Kimi Räikkönen aus Finnland (1:20,384) auf den Plätzen vier und fünf. WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (1:20,990) aus Spanien kam im Renault nicht über Rang acht hinaus.

"Wir sind zufrieden und fühlen uns für das Qualifying und das Rennen gewappnet", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. In der WM-Wertung hat Räikkönen mit 45 Punkten 24 Zähler Rückstand auf Alonso. Michael Schumacher (40) liegt auf Rang drei. Bruder Ralf fuhr im Training als bester Deutscher im Toyota auf Rang sechs (1: 20,602). BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld aus Mönchengladbach (1:22,500) musste sich mit Platz 19 begnügen.

Während in London alle Sport-Veranstaltungen für das Wochenende nach den Anschlägen vom Donnerstag abgesagt worden sind, haben sich sowohl Formel-1-Boss Bernie Ecclestone als auch die Fahrer unterdessen audrücklich für einen Start im nur 100km entfernten Silverstone ausgesprochen. "Wir sind mit den Herzen bei den Opfern und ihren Familien. Aber wir sind jetzt auch in der Pflicht, den Fans in dieser Situation die beste Show zu bieten", erklärte der Brite Jenson Button (BAR-Honda).

Vertrauen in Sicherheitsmaßnahmen

Schumacher, der zum Zeitpunkt der Bomben-Explosionen mit Ehefrau Corinna noch in London weilte, unterstrich zudem sein Vertrauen in die Sicherheitsmaßnahmen. "Ich denke, dass speziell nach diesen Vorkommnissen gerade in England die größten Sicherheitsvorkehrungen herrschen", erklärte der siebenmalige Weltmeister, schränkte aber ein: "In dieser verrückten Welt ist man an keinem Platz der Welt ganz sicher, auch ein Anschlag auf die Formel 1 lässt sich nicht zu 100 Prozent ausschließen."

Vor dem Start am Sonntag wird die Formel 1 mit einer Schweigeminute den Opfern der Anschläge in London gedenken. "In dieser tragischen Zeit übersenden alle, die mit der Formel 1 zu tun haben, ihre Kondolenz an die Familien und Freunde derjenigen, die in London ihr Leben gelassen haben", hieß es in einer Presseerklärung des Automobil-Weltverbandes FIA.

© SID

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