Motorsport DTM
Audi bläst in Hockenheim zur Jagd auf Mercedes

In der Vorsaison der DTM gaben die "Silberpfeile" von Mercedes den Ton an, 2007 will Audi wieder nach dem Titel greifen. Vor dem Saisonstart am Sonntag am Hockenheimring sind die Ingolstädter optimistisch.

Als Titelverteidiger und letztjährige Dominator der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) geht Mercedes auch 2007 wieder als Favorit in die Saison. Allen voran dem ehemaligen Formel-1- Weltmeister Mika Häkkinen werden große Chancen auf den Titel eingeräumt. Da will allerdings Rivale Audi noch ein Wort mitreden. "Nach einem Winter voller Arbeit geht diese Saison endlich los. Wir haben uns gut vorbereitet und mit jungen Fahrern verstärkt, die bei den Testfahrten einen starken Eindruck hinterlassen haben", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich vor dem Saisonauftakt 2007 am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) in Hockenheim.

Ohne den ausgemusterten früheren Formel-1-Piloten Heinz-Harald Frentzen, dafür aber mit einem verjüngten Fahrerkader will Audi dem großen Rivalen Mercedes-Benz wieder den Rang ablaufen. In Lucas Luhr (Koblenz/27) und Mike Rockenfeller (Neuwied/23) sowie dem Franzosen Alexandre Premat (24) hat Audi gleich drei neue Werksfahrer geholt. Die Neuzugänge werden ebenso wie Christian Abt (Kempten) einen Audi A4 des Jahrgangs 2006 fahren.

Audi baut auf Kristensen und Ekström

"Ich schaue der Saison optimistisch entgegen, weiß aber, dass es eine echte Standortbestimmung erst nach zwei, drei Rennen gibt", meint Ullrich. Der Audi-Sportchef ist allerdings überzeugt davon, dass es wieder sehr eng wird: "Die Zuschauer dürfen sich auf eine interessante DTM-Saison 2007 freuen dürfen."

Die Hoffnungen der Ingolstädter ruhen in erster Linie auf Tom Kristensen (Dänemark/39) und Mattias Ekström (Schweden/28). "Ich bin sehr gespannt auf das erste Rennen - vor allem auf das Qualifying am Samstag. Dann wissen wir, wo wir im Vergleich zu unserer Konkurrenz stehen", erzählt Ekström, 2004 letzter Audi-Titelträger in der DTM.

Neuling di Resta legt im Training die Bestzeit vor

Nach Ekströms Triumph dominierte aber nur noch Mercedes. 2005 eroberte Gary Paffett (Großbritannien) den Titel, im vergangenen Jahr machte der Saarländer Bernd Schneider (St. Ingbert) seinem Beinamen als "Mister DTM" mal wieder alle Ehre und holte seine insgesamt fünfte Fahrer-Krone.

Beim ersten Kräftemessen in der neuen Saison hatte überraschend Neueinsteiger Paul di Resta (Großbritannien) in einer AMG-Mercedes C-Klasse des Jahrgangs 2005 die Nase vorne. Der amtierende Meister der Formel-3-Euroserie war in 1:34,725 Minuten allerdings nur 36 Tausendstelsekunden schneller als Ekström (1:34,761) im neuen Abt-Audi A4.

Dagegen belegte Schneider nur Rang 14 (1:35,225). Zwei Plätze hinter dem Mercedes-Piloten lag der zweimalige Formel-1-Weltmeister Häkkinen (1:35,472). Damit waren die Mercedes-Stars sogar langsamer als ihre britische Markenkollegin Susie Stoddart, die als beste der beiden Frauen im 20-köpfigen Teilnehmerfeld auf Rang elf (1:35,109) fuhr.

Ekström hat ein gutes Gefühl

Einen Mercedes-Triumph in Hockenheim will Ekström verhindern, entsprechend motiviert ist der 28-Jährige. Sein Team und er seien gut vorbereitet. Er habe mit dem neuen Audi A4 DTM intensiv getestet. "Mein Gefühl im Bauch sagt mir, dass wir diesmal erfolgreich sein können", meint der Schwede.

Auch Teamkollege Kristensen brennt auf Revanche. "Wir alle sind gespannt auf den Saisonstart. Audi Sport und das Team haben den A4 im Winter spürbar verbessert. Es wird interessant zu sehen, ob der Fortschritt groß genug war", sagt der siebenmalige Le-Mans-Sieger. Der Däne räumt aber auch ein: "Hockenheim war bisher keine Strecke, die unserem Audi entgegen kam, vor allem nicht die ersten beiden Sektoren."

Vanina Ickx startet erneut für Audi

Zur Audi-Mannschaft zählt auch weiter die in Wiesbaden lebende Belgierin Vanina Ickx (32), Tochter des ehemaligen Formel-1-Fahrers Jacky Ickx. Sie startet im Audi-Kundenteam TME von Dr. Colin Kolles mit einem A4 des Modelljahres 2005.

Wie schon 2006 setzen die Audi-Werksteams Abt Sportsline (Kempten), Phoenix (Meuspath) und Rosberg (Neustadt) sowie TME (Greding) insgesamt zehn A4 in der populärsten Tourenwagenserie Europas ein.

© SID

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