Motorsport DTM
Audi dominiert auf dem Nürburgring

Gleich vier Audi-Piloten landeten beim DTM-Lauf auf dem Nürburgring auf den ersten Plätzen. Der neue Spitzenreiter Timo Scheider musste sich nur Martin Tomczyk geschlagen geben.

Mit einem Vierfachsieg hat Audi den Titelhoffnungen von Mercedes einen herben Dämpfer versetzt und die Führung in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft zurückerobert. Beim Erfolg des Rosenheimers Martin Tomczyk auf dem Nürburgring belegten Titelverteidiger Timo Scheider aus Braubach und der Schwede Mattias Ekström die Plätze zwei und drei und verdrängten dadurch Mercedes-Pilot Gary Paffett von der Spitze der Gesamtwertung.

Der Brite holte nach einer Aufholjagd von Startposition 16 als Achter lediglich einen Punkt und liegt mit 29 Zählern sechs Punkte hinter Scheider (35) zurück. Ekström ist als Zweiter (34) Scheiders ärgster Verfolger. Hinter Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) war der Brite Jamie Green als Fünfter bester Mercedes-Pilot vor seinen Markenkollegen Bruno Spengler (Kanada), Ralf Schumacher und Paffett.

"Ein beruhigendes Rennen"

"Von Anfang an hat alles perfekt funktioniert", sagte Tomczyk, der in der Eifel zum zweiten Mal nach 2007 gewann: "Es war ein beruhigendes Rennen, weil ich noch drei Audi hinter mir hatte." Scheider bedankte sich wie Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich ("Tolle Teamleistung") vor allem bei seiner Mannschaft und freute sich über ein "sensationelles Ergebnis". Lange Gesichter gab es dagegen beim Rivalen. "Wir waren nicht siegfähig, aber jetzt sind wir unser Zusatzgewicht los", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Schon wenige Meter nach dem Start wurde es turbulent. Paffett fiel nach einer Kollision ans Ende des Feldes zurück. An der Spitze zog hinter dem gut gestarteten Tomczyk dessen Teamkollege Ekström mit einem harten Manöver an Spengler vorbei auf Platz zwei. Der Kanadier, dessen Auto zunächst etwas rauchte, fiel noch hinter Scheider und Markus Winkelhock auf Position fünf zurück.

Safety-Car nach Spengler-Crash

"Diese ersten drei Kurven hatten großen Einfluss auf mein Rennen", sagte Spengler, der mit 26 Punkten weiter Gesamtvierter ist: "Mattias ist mir ordentlich in die Kiste gefahren. Schade, das hätte ich von ihm nicht erwartet, aber Fehler können jedem mal passieren." Ekström hatte zuvor zugegeben, dass er sich auf der Bremse ein bisschen verschätzt hatte: "Aber das war keine Absicht."

Wegen zahlreicher Trümmerteile auf der Strecke fuhr danach das Safety-Car raus. Das nutzte Mercedes dazu, beim Vorbeifahren an der Boxengassen einen Blick auf Spenglers Auto zu werfen, an dem im Heckbereich ein Aerodynamikteil fehlte. Der Kanadier sagte aber, dass das Auto fahrbar sei. Nach seinem zweiten Pflichtboxenstopp verlor Spengler in der Schlussphase noch Rang fünf an Green.

© SID

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