Motorsport Formel1
Badoer bittet Ferrari um dritte Chance

Ferrari-Ersatzfahrer Luca Badoer hofft trotz seines schlechten Rennens in Spa auf eine weitere Chance. Ferrari verhandelt unterdessen offenbar mit Giancarlo Fisichella.

Trotz seiner erneut enttäuschenden Vorstellung in Spa hofft Ferrari-Ersatzfahrer Luca Badoer auf eine dritte Chance. "Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Doch aus meiner Sicht wäre es schade, mich vor dem Grand Prix in Monza abzulösen", sagte der Vertreter des verletzten Felipe Massa, der in Spa beim Sieg seines Teamkollegen Kimi Räikkönen abgeschlagen Letzter wurde.

Badoer versucht dennoch, mit Durchhalteparolen sein Cockpit für das Ferrari-Heimspiel am 13. September zu retten. "Das ist die Strecke, die ich am besten kenne. Ich kann auf diesem Kurs mit geschlossenen Augen fahren und bin sicher, dass ich Positives leisten werde", sagte der 38 Jahre alte Italiener, der erst nach Michael Schumachers Absage zum Massa-Ersatz berufen wurde: "Sollte man mich auswechseln, sollte das erst nach Monza geschehen. Wenn ich auch in Monza enttäuschen sollte, wäre ich der Erste, der zur Seite treten würde."

Fisichella als möglicher Nachfolger

Unabhängig von diesen Bitten ist Badoers Ablösung allerdings offenbar längst beschlossene Sache. Möglicherweise schon am Dienstag soll angeblich Badoers Landsmann Giancarlo Fisichella als neuer Ferrari-Pilot vorgestellt werden. Der 36-Jährige hatte in Spa sensationell die erste Pole Position und mit Platz zwei die ersten Punkte und das erste Podiumsresultat für Force India eingefahren. In Belgien hatte er noch erklärt, noch keinen Kontakt zur Scuderia gehabt zu haben, dass er bei einem Anruf aber über einen Wechsel nachdenken würde.

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali kündigte bis Mittwoch oder Donnerstag eine Entscheidung an. "Wir werden überprüfen, wann Felipe Massa zurückkehren kann und welche Perspektiven Ferrari im Kampf um den Konstrukteurstitel noch hat", sagte Domenicali, der zunächst noch das Ergebnis einer Untersuchung von Felipe Massa am Montag in den USA abwarten wollte: "Danach werden wir alle Dinge auf den Tisch bringen und eine Entscheidung treffen."

Ferrari mit Räikkönen zufrieden

Zufrieden war Domenicali mit der Leistung Räikkönens. Der "Iceman" hatte seinen ersten Sieg nach 25 Rennen gefeiert und Ferrari den ersten Erfolg in diesem Jahr beschert. Dabei war er 1: 42 Minuten schneller als Badoer und hätte den Italiener auf der mehr als sieben Kilometer langen Strecke fast überrundet.

"Der Kopf macht den Unterschied", sagte Domenicali über Räikkönen, über dessen Zukunft bei Ferrari zuletzt angesichts der angeblich perfekten Verpflichtung von Fernando Alonso spekuliert wurde. "Kimi scheint diese Phase von enormen Mediendruck positiv zu erleben. Wenn das dabei herauskommt, dann hält dieser Mediendruck hoffentlich weiter an", sagte der Teamchef.

© SID

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