Motorsport Formel1
Ecclestone streicht ein F1-Rennen in Deutschland

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat bestätigt, dass es ab 2007 nur noch ein Rennen in Deutschland stattfinden wird. Es gebe viele Anfragen von anderen Ländern, so dass man nicht zwei Rennen in Deutschland fahren könne.

In der kommenden Formel-1-Saison wird definitiv nur noch ein Rennen in Deutschland ausgetragen werden. "Das geht leider nicht anders. Wir haben so viele Anfragen von anderen Ländern, dass wir nicht zweimal im Jahr in Deutschland fahren können", sagte F1-Boss Bernie Ecclestone in einem Zeitungsinterview.

Eine Entscheidung über die Rotation zwischen Hockenheim und dem Nürburgring erwartet der 75-jährige Brite in den nächsten zwei Monaten. Im Oktober wird der Rennkalender für 2007 verabschiedet.

Am Rande des Großen Preises von Deutschland hatte es in den vergangenen Tagen Gespräche mit beiden Streckenbetreibern gegeben. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass es zu der Rotation kommt. Alle wollen es", sagte Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz dem Sport-Informations-Dienst (sid). Auch Pressesprecher Hartmut Tesseraux von der Hockenheimring-Gmbh hatte bereits angekündigt, "dass die Formel 1 erst wieder 2008 bei uns zu Gast sein wird."

Fest steht bereits, dass die Strecke in der Eifel im kommenden Jahr mit der alternierenden Ausrichtung beginnen würde, 2008 wäre Hockenheim an der Reihe. Die neue Saison soll am 18. März 2007 in Australien starten und 18 Rennen umfassen. Der Große Preis von Belgien in Spa soll nach einjähriger Pause wieder ins Programm aufgenommen werden.

Kritik an Piloten und Herstellern

Kritik übte Ecclestone an der "Ja-Sager"-Mentalität der Piloten und forderte von ihnen mehr Kundenkontakt. "Die Fahrer müssen mehr für ihr Geld tun als nur Auto fahren. Sie müssen offener werden. Sie müssen mehr Autogrammstunden geben, näher zu den Menschen kommen und sich nicht dauernd abschotten", erklärte Ecclestone und führte ein Beispiel an: Es könne doch nicht wahr sein, dass ein Weltmeister Fernando Alonso nur ein Interview am Rennwochenende gebe.

Eine Mitschuld an der Misere haben laut Ecclestone die großen Autobauer: "Sie sollen aufhören, sich über Motorenmodifikationen zu streiten und lieber einen Motor entwerfen, der den Benzinverbrauch reduziert." Außerdem müsse man aufhören, die Regeln alle fünf Minuten zu ändern und alles komplizierter zu machen.

© SID

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