Motorsport Formel1
Eurospeedway Lausitz nicht an F1 interessiert

Der Eurospeedway Lausitz ist nicht an der Ausrichtung eines Laufes zur Formel-1-WM interessiert. Das teilte die Eurospeedway Lausitz Gmbh am Freitag mit.

Auf dem Eurospeedway wird auch in Zukunft kein Formel-1-Rennen stattfinden. Die Lausitzer, die eine der modernsten Rennstrecken Europas beheimaten, sind nicht an der Ausrichtung eines Laufes zur Formel-1-WM interessiert. Das teilte die Eurospeedway Lausitz Gmbh am Freitag in einer Presseerklärung mit und dementierte damit auch aufkommende Gerüchte, nach denen man ab dem kommenden Jahr im Wechsel mit den Formel-1-Veranstaltern vom Nürburgring und von Hockenheim den Großen Preis von Deutschland austragen könne.

Die Formel 1 habe sich in den vergangenen Jahren in Deutschland immer stärker zu einer für die Veranstalter hoch defizitären Veranstaltung entwickelt, hieß es dazu in der Pressemitteilung: "Unsere Auffassung ist, dass sich diese negative Entwicklung - trotz einer möglichen Alternierung zwischen den beiden Rennstrecken - in den kommenden Jahren fortsetzen wird."

Das nahende Karriereende des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher werde diesen Trend zusätzlich verstärken, ließen die Verantwortlichen wissen und kamen zu dem Schluss: "Daher ist und bleibt die Formel 1 am Eurospeedway Lausitz kein Thema." Zudem stellte die Betreibergesellschaft klar, dass mit derartigen Überlegungen bisher noch niemand an den Eurospeedway Lausitz herangetreten sei.

Haug spricht sich für zwei deutsche Rennen aus

Trotz der sich anbahnenden Rotation zwischen dem Hockenheim- und dem Nürburgring hat Mercedes-Sportchef Norbert Haug sich für zwei Rennen in Deutschland ausgesprochen. "Viele werden erst realisieren, was ihnen fehlt, wenn in Hockenheim 2007 kein Rennen stattfinden wird. Dieser Kurs hat einfach eine große Tradition. Vielleicht gibt es noch eine andere Lösung", sagte Haug am Rande des Großen Preises von Deutschland am Freitag in Hockenheim.

Haug glaubt, dass es nicht leichter sei eine Veranstaltung alle zwei Jahre zu füllen. "Außerdem hat Deutschland zwei Grand Prix verdient. Mit vier deutschen Fahrern sowie mit BMW und Mercedes ist kein Land in der Formel 1 stärker, bedeutsamer und siegreicher vertreten", erklärte der 53-jährige Haug, der die Nordbadener in die Pflicht nimmt: "Zwei Grand Prix heißt, dass Hockenheim um sein Rennen hart und leidenschaftlich kämpft."

Sein Kollege Mario Theissen vom BMW-Sauber-Team hat sich mit der noch nicht endgültig gefallenen Entscheidung bereits abgefunden. "Wir wussten, dass das ein Luxus ist. Aber wenn selbst die Organisatoren für eine solche Alternierung plädieren, dann stützen wir dies als wirtschaftlich vernünftige Lösung", erklärte der BMW-Motorsportdirektor.

© SID

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