Motorsport Formel1
Hamilton will in Silverstone wieder angreifen

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton will beim Formel-1-Rennen in Silverstone wieder den Anschluss an die Spitze der Fahrerwertung finden. Der 23-Jährige sei "noch motivierter als sonst".

Lewis Hamilton ist angeschlagen, aber nicht am Boden. Nach zwei Nullrunden in Folge will der "Silberpfeil"-Star bei seinem Heimspiel am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Silverstone die Kurve kriegen und die Verfolgung der dominierenden Ferrari aufnehmen.

"Ferrari wird wieder stark sein, aber nicht unschlagbar", sagt Hamilton, für den das Rennen in seiner Heimat immer etwas Besonderes ist: "Du bist noch motivierter und stärker als sonst." Der Brite war nach dem Ampel-Unfall in Montreal und dem 13. Platz in Magny-Cours nach einer doppelten Strafe schwer kritisiert worden. Einige zweifelten schon an der fahrerischen Klasse des 23-Jährigen.

Mercedes-Sportchef Haug verteidigt Hamilton

Norbert Haug nimmt seinen Fahrer in Schutz. Hamiltons Siegquote nach allen 25 Formel-1-Rennen, die er bislang absolviert habe, sei weit größer als die Fehlerquote, sagte der Mercedes-Sportchef dem sid. Für Hamilton waren die Pannen bei den letzten beiden Rennen nicht mehr als Betriebsunfälle: "Das Titelrennen ist dieses Jahr noch enger als im Vorjahr. Ich liege nur zehn Punkte zurück, das kann ich in nur einem Rennen aufholen, wenn die Karten richtig fallen."

Haug verweist auf Ferrari-Pilot Felipe Massa. Der Brasilianer sei nach den Pannen in den ersten beiden Rennen von vielen bereits abgeschrieben worden. Und heute führe er die WM an. Nach dem Sieg zuletzt in Magny-Cours liegt Massa vor dem Halbzeit-Rennen in der WM-Wertung zwei Punkte vor BMW-Pilot Robert Kubica aus Polen (48: 46). Dritter ist Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) mit 43 Zählern vor Hamilton (38).

Silverstone kein Schicksalsrennen

Laut Haug ist Silverstone für die Silbernen in diesem Jahr kein Schicksalsrennen. "Letztes Jahr war unser Vorsprung zu einem späteren Zeitpunkt bereits 26 Zähler - und leider waren wir am Schluss einen Punkt hinten", sagt der Schwabe. Hamilton schöpft vor dem Heimspiel nach erfolgreichen Tests wieder Hoffnung: "Wir haben Fortschritte gemacht. Wenn das Auto genauso gut ist wie bei den Testfahrten, können wir Ferrari herausfordern."

Für den ehemaligen deutschen Formel-1-Piloten Christian Danner habe Hamilton zwar einige Fehler gemacht, deshalb sei er aber noch lange kein "Ampel-Trottel", wie er nach dem Auffahrunfall in Kanada verspottet wurde. Lewis sei ein intelligenter und pfiffiger Kerl, das Talent sei ihm sicher nicht ausgegangen. "Er ist ein so guter Fahrer, er wird da auch wieder rauskommen und zu seiner gewohnten Form zurückfinden", sagte der RTL-Experte dem sid.

"Er braucht keinen Psychologen"

Hamilton habe auch kein Kopfproblem, was englische Medien nach dem Debakel in Magny-Cours erkannt haben wollen. Danner: "Er braucht keinen Psychologen. Man darf Hamilton jetzt nicht abschreiben, denn der Mclaren-Mercedes ist das einzige Auto, das vom Speed mit dem Ferrari mithalten kann."

Nicht zuletzt dank Hamilton ist der Großbritannien-Grand-Prix mit mehr als 100 000 Zuschauern schon seit Wochen ausverkauft. Für Haug ist es jedoch nicht das Duell Mclaren-Mercedes gegen Ferrari, das die Fans elektrisiert, sondern der Dreikampf an der Spitze. Er schreibe den deutschen Rivalen BMW noch lange nicht ab, meint der Mercedes-Sportchef: "Das Titelrennen sieht immer so aus wie die Tabelle, und da ist BMW-Sauber als Mannschaft derzeit Zweiter."

© SID

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