Motorsport Formel1
"Käfig-Cockpit" in der Formel 1 ein Thema

Nach dem Unfall von Alexander Wurz beim Australien-GP wird in der Formel 1 über Sicherheitskäfige über dem Cockpit nachgedacht. Dies bestätigte Ralf Schumacher als Sprecher der Fahrergewerkschaft Gpda.

Formel-1-Piloten müssen künftig möglicherweise in einer Art Sicherheitskäfig fahren. Toyota-Pilot Ralf Schumacher bestätigte entsprechende Überlegungen, nachdem beim ersten Saisonrennen in Australien Williams-Pilot Alexander Wurz (Österreich) bei einem Unfall fast geköpft worden wäre. Nach einem Crash war das Auto von David Coulthard (Großbritannien) nur um drei Zentimeter über den Kopf von Wurz gesegelt.

"Die Cockpits sind nun mal offen bei uns, aber wir denken gerade darüber nach, wie man sie sicherer machen kann", sagte Schumacher, einer der Sprecher der Fahrergewerkschaft Gpda, beim Großen Preis von Bahrain: "In erster Linie will man verhindern, dass Autos überhaupt über andere drüberhüpfen können. Dann reden wir auch über höhere Seitenwände, einen Käfig." David Coulthard hatte eine Cockpitverkleidung wie bei einem Jet angeregt. Der Motorsport-Weltverband FIA will sich in den nächsten Wochen mit dem Thema befassen.

Derzeit fahren die Formel-1-Piloten in einem Cockpit, das wegen seiner extremen Stabilität besser als jemals zuvor gegen Unfälle schützt - allerdings nicht vor Einflüssen von oben.

© SID

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