Motorsport Formel1
Massa holt die Pole Position in Frankreich

Ferrari-Pilot Felipe Massa hat im Qualifying zum Großen Preis von Frankreich Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen auf die Plätze verwiesen und startet von der Pole Position. Bester Deutscher: Nick Heidfeld als Siebter.

Felipe Massa hat Ferrari die Pole Position beim Großen Preis von Frankreich beschert. Der Brasilianer fuhr im Qualifying für das Formel-1-Rennen in Magny-Cours am Sonntag (14.00 Uhr Mesz) in 1:15,034 Minuten zum siebten Mal in seiner Karriere auf Startplatz eins. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Großbritannien) landete im Mclaren-Mercedes um sieben Hundertstelsekunden geschlagen auf Platz zwei vor Kimi Räikkönen (Finnland) im zweiten Ferrari.

"Quick Nick" auf Rang fünf

Schnellster der fünf deutschen Fahrer war der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der im BMW-Sauber in 1:15,900 auf Platz sieben fuhr. Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) schaffte Rang neun. Ralf Schumacher im Toyota fuhr an seinem 32. Geburstag auf Startplatz elf. Adrian Sutil (Gräfelfing) belegte im Spyker-Ferrari den 22. und damit letzten Platz. Zudem musste er sein Auto mit technischen Problemen an der Strecke abstellen.

Jungstar Hamilton grinste trotzdem vor sich hin und ist für den 8. von 17 WM-Läufen am Sonntag in Magny-Cours sehr optimistisch. "Ich hatte das Auto für die Pole, leider hat es diesmal nicht ganz gereicht. Aus der ersten Reihe habe ich aber alle Chancen, wir werden auch hier sehr stark sein", sagte der Brite, der die Gesamtwertung nach zwei Siegen in Folge mit zehn Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen und Weltmeister Fernando Alonso anführt (58:48). Hamilton hatte zuletzt in Montreal und Indianapolis jeweils auf der Pole Position gestanden, diesmal holte sich Massa zum vierten Mal in diesem Jahr Startplatz eins.

Tolles Comeback von Kubica

Ein gelungenes Comeback feierte Robert Kubica, der drei Wochen nach dem schweren Unfall in Montreal den BMW-Sauber auf Startplatz vier stellte. Damit gewann der Pole das teaminterne Duell gegen den Mönchengladbacher Nick Heidfeld auf Rang sieben. Wichtiger als die Platzierung war für "Quick Nick" allerdings die Tatsache, dass der Rücken "keinerlei Probleme" mehr macht, nachdem Heidfeld das freie Training am Vortag wegen zu großer Schmerzen abbrechen musste.

Zweitschnellster Deutscher war Nico Rosberg (Wiesbaden), der im Williams auf Position neun fuhr. Damit steht er in einer Reihe mit Titelverteidiger Alonso. Der Spanier hatte aber Pech und musste seinen Mclaren-Mercedes nach offizieller Auskunft mit einem Getriebeschaden in der Box abstellen.

Nicht ganz zufrieden war Geburtstagskind Ralf Schumacher mit dem 11. Startplatz. "Schade, ich habe die Runde nicht ganz optimal erwischt, deshalb hat es auch nicht ganz für die Top Ten gereicht", sagte der Toyota-Pilot, der am Samstag 32 Jahre alt wurde und für das Rennen nun auf Regen hofft: "Das sollte uns liegen." Von Position 21 startet Adrian Sutil (Gräfelfing) im Spyker-Ferrari. Er profitiert dabei von einer Strafversetzung Takuma Satos im Super Aguri, der zehn Plätze nach hinten versetzt wurde.

Vor dem Qualifying gab Michael Schumacher ein Comeback, nicht im roten Ferrari, sondern im schwarzen FXX Enzo mit der Nummer 30. Für einen guten Zweck drehte der siebenmalige Weltmeister einige Demo-Runden mit dem französischen Fußball-Weltmeister Zidane als Co-Pilot. Beide rührten mit dieser Aktion die Werbetrommel für die ICM-Stiftung, die von Ferrari-Teamchef Jean Todt gegründet wurde und die Erforschung von Hirn- und Rückenmarksverletzungen unterstützt.

Lauda kritisiert Schumacher

Schumacher richtete via Streckenmikrofon noch einen Gruß an die Fans, dann verschwand er in der Ferrari-Box. Für sein Schweigen wird der 37-Jährige von Niki Lauda schwer kritisiert. "Es ist traurig, dass Michael nicht über die Formel 1 spricht. Was ihn veranlasst, das zu tun, weiß ich nicht. Ich würde das nie machen", sagte der Österreicher der Bild Zeitung.

Schumacher will nach eigener Aussage so wenig wie möglich über die Formel 1 sprechen, um keine Unruhe in das Team zu bringen. Auch über Jungstar Hamilton wollte er sich nicht äußern: "Das macht doch keinen Sinn, über andere zu reden. Wichtig ist nur unser Team." Und da wolle er in seiner Funktion als Berater mit all seiner Erfahrung jetzt dazu beitragen, dass Ferrari einen besseren Job macht als die anderen Teams: "Dazu bin ich hier." Magny-Cours ist schon die vierte Station für den Früh-Rentner in diesem Jahr nach Barcelona, Monte Carlo und Montreal.

© SID

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