Motorsport Formel1
Massas Zustand nach Operation gut

Formel-1-Pilot Felipe Massa hat die Operation an der linken Augenhöhle gut überstanden. "Alle Anzeichen sind positiv", sagte sein persönlicher Arzt Dino Altmann.

Felipe Massa hat seinen Unfall am Samstag in Budapest und die anschließende Operation an der linken Augenhöhle gut überstanden. Der Brasilianer war am Sonntagmorgen bereits aus dem künstlichen Koma aufgewacht, sagte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni dem SID.

Laut einer Mitteilung des Teams hat es über Nacht keinerlei Komplikationen gegeben, Massas Zustand sei weiterhin stabil. Im weiteren Verlauf des Sonntages stand noch eine weitere Computer-Tomographie auf dem Programm.

"Alle Anzeichen sind positiv", hatte zuvor bereits Massas persönlicher Arzt Dino Altmann gesagt, der Kontakt zu seinen Kollegen in Budapest hatte und am Samstagabend zusammen mit Massas schwangerer Ehefrau Raffaela und dessen Eltern nach Europa flog.

"Das ist ein sehr gutes Zeichen"

Nach Aussage von Altmann, der auch Rennarzt auf der Strecke in Sao Paulo ist, gebe es für Verletzungen dieser Art am Kopf eine Bewertungsskala von drei bis 15, wobei 15 der beste Wert sei. "Massa liegt bei 14, das ist ein sehr gutes Zeichen", meinte der Mediziner, der je nach Heilungsverlauf von einer Regenerationszeit zwischen zwei und sechs Wochen ausgeht. Das nächste Rennen findet am 23. August in Valencia statt, eine Woche später wird in Spa gefahren. Im Rennen am Sonntag bleibt Massas Platz leer.

Bei der Operation am Samstagabend wurde dem 28-Jährigen nach Aussage seines Bruder Eduardo ein kleiner Knochensplitter am Augenhöhlenknochen entfernt. Dazu hatte der Ferrari-Pilot eine Schnittwunde über dem Auge sowie eine Gehirnerschütterung erlitten.

Massa war am Samstag im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn von einer rund 800 Gramm schweren Stahlfeder aus einem Dämpferelement vom Auto seines Landsmanns Rubens Barrichello am Helm getroffen worden. Der Vize-Weltmeister war kurzzeitig ohne Bewusstsein und fuhr mit Tempo 190 geradeaus in die mit Reifenstapeln gesicherte Streckenbegrenzung.

© SID

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