Motorsport Formel1
Schumacher gibt Zukunftsplanung in Monza bekannt

Michael Schumacher wird seine Zukunftsplanung nach dem Rennen in Monza bekanntgeben. Der Ferrari-Pilot hält derzeit auch eine Fortsetzung seiner Karriere mit Kimi Räikkönen als Teamkollege für möglich.

Mit dem Besuch eines Madonna-Konzerts hat Michael Schumacher die Entscheidungsfrist von elf Wochen bis zur Bekanntgabe seiner Zukunftsplanung begonnen. Nachdem er das Rennen in Monza am 10. September als Datum der Bekanntgabe über Rücktritt oder Vertragsverlängerung bis 2008 ausgerufen hatte, verabschiedete sich der siebenmalige Weltmeister grinsend ins Bell Center von Montreal zum inspirierenden "Rendezvous" mit der Popdiva. Die im gleichen Hotel abgestiegene Sängerin ist trotz ihrer 47 Jahre immer noch die Nummer 1 im Geschäft - was der zehn Lenze jüngere Schumacher wieder werden und wohl noch länger bleiben will.

"In Monza gibt es eine offizielle Mitteilung, wie ich mich entschieden habe", erklärte "Pokerface" Schumacher vor dem Großen Preis von Kanada am Sonntag (19 Uhr Mesz/live bei RTL und Premiere). Im einwöchigen Abenteuerurlaub mit Ehefrau Corinna in Nordamerika habe er noch keinen endgültigen Entschluss gefasst: "Da habe ich mich blendend erholt, aber nicht so viel über solche Dinge nachgedacht." Für die neue deutsche Formel-1-Hoffnung Nico Rosberg ist aber schon jetzt alles klar. "Michael macht weiter bis 2008, weil er Spaß hat und immer noch einer der Besten ist", verkündete der Wiesbadener.

Vieles spricht für die Fortsetzung der Karriere

Es spricht tatsächlich vieles für eine Fortsetzung der Karriere, zumal Schumacher und Kimi Räikkönen unabhängig voneinander ein mögliches neues Dreamteam bei Ferrari ab 2007 für möglich erklärten. "Ich und Ferrari haben die Teamkollegen noch nie danach ausgesucht, dass ich schneller bin. Und das würde auch in Zukunft so bleiben. Mir hat noch niemand die Butter vom Brot genommen", erklärte Schumacher in Montreal selbstbewusst. "Iceman" Räikkönen meinte, dass "die Entscheidung über meine Zukunft nicht von Michael abhängt". Der auch von Renault umworbene Finne, der bis Saisonende von Mclaren-Mercedes bezahlt wird, soll bereits einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben haben.

Dazu passt, dass Schumachers derzeitiger Teamkollege Felipe Massa (Brasilien) bestätigte, dass er für die kommende Saison neben Ferrari auch mit anderen Teams im Gespräch für ein Cockpit sei. Zuvor soll die Nummer zwei Schumacher aber noch zum achten WM-Titel führen. "Es wäre schön, wenn Felipe meinem Konkurrenten Alonso ein paar Punkte wegnehmen könnte. Dann wird es leichter für mich", meinte der Kerpener. Die 23 Punkte Rückstand zu Weltmeister Alonso aus der ersten Hälfte der WM seien aufholbar: "Wir haben schließlich noch die zweite Halbzeit und da wollen wir genug Punkte holen, dass wir am Ende vorn sind. In Nordamerika werden die Karten neu gemischt."

Verbesserte Technik soll den Erfolg bringen

In Kanada hat Schumacher bereits siebenmal gewonnen und rechnet sich dank neuer Aerodynamikteile, einem verbesserten Triebwerk und einer Getriebeöl-Innovation "sehr gute Chancen auf den Sieg" aus. Alonso schied in den vergangenen beiden Jahren dagegen auf dem Hochgeschwindigkeits-Stadtkurs jeweils aus, einen Podestplatz gab es hier für ihn noch nie. "Ferrari ist in Kanada und beim nächsten Rennen in den USA der Favorit. Sie haben einfach das Auto mit der größeren Maximalgeschwindigkeit", meinte der Spanier kleinlaut: "Wir müssen versuchen, hier unseren Vorsprung zu verteidigen."

Zusätzlich motiviert wird Schumacher vom Erfolg des deutschen Fußball-Nationalteams - selbst im Urlaub sah er das Spiel gegen Ecuador live. Das Match gegen Schweden will er sich am Samstag zwischen freiem Training und Qualifying anschauen - "notfalls lasse ich mir einen kleinen Bildschirm aufs Lenkrad bauen". Weitere Motivationseinheiten von Madonna sind da gar nicht nötig: "Ihre Zimmernummer kenne ich ohnehin nicht."

© SID

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