Motorsport Formel1
Schumacher hinter Alonso und Räikkönen

Im freien Training für den GP von Malaysia hat Rekord-Champion Michael Schumacher den guten Eindruck vom Auftaktrennen in Bahrain nicht bestätigen können. Der Kerpener rangierte auf Rang acht hinter den Top-Favoriten.

Michael Schumacher ließ sich von der Hitze nicht beeindrucken. Doch bei Ferrari geht die Angst um, dass dem siebenmaligen Weltmeister im Glutofen Kuala Lumpur der Motor um die Ohren fliegen könnte. Aus diesem Grund überlegen die Italiener sogar, das Triebwerk, mit dem Schumacher beim Saisonauftakt in Bahrain zum zweiten Rang gerast war, für den Großen Preis von Malaysia (Sonntag 8.00 Uhr MEZ/live in Premiere und RTL) noch auszutauschen.

Dass der Motor explodieren könnte, schließt Schumacher aus. "Es besteht im Moment nicht wirklich Gefahr", sagte der 37-Jährige nach seinem achten Platz im freien Training am Freitag. Doch angesichts der Temperaturen von fast 40 Grad Celsius ist auch dem Ferrari-Star nicht ganz wohl in der Haut: "Das ist das anstrengendste Rennen des Jahres." Es könne deshalb gut sein, dass man den Motor wechseln müsse, gab Schumacher zu: "Darüber entscheiden wir am Samstag."

Motorkühlung ein Problem

Ferrari-Motor-Ingenieur Matti Binotti standen die Sorgenfalten ins Gesicht geschrieben. "Wir sind jetzt in einer Situation, in der wir die Limits der Motorkühlung überschreiten könnten", sagte der Italiener der Bild-Zeitung. Schumacher gab zu, dass man sich immer vor einem Hitzerennen Sorgen machen würde: "Erst recht, wenn es das zweite in Folge ist".

Alle stöhnen über die Hitze, nur Red-Bull-Pilot David Coulthard nicht. "Das ist doch wie Sex in der Sauna", meinte der Schotte und tat damit etwas für sein Playboy-Image. Schumacher beklagte die fehlende Klimaanlage in den Formel-1-Autos: "Da bleibt nur, das Visier hochzuklappen." Wichtiger ist: "Trinken, trinken, trinken." Rennärzte raten den Fahrern bei derartigen Bedingungen, mindestens vier Liter Flüssigkeit während des Grand Prix zu sich zu nehmen.

Der Deutsche hatte im freien Training auf der 5,543 km langen Strecke zwei Titel-Rivalen den Vortritt lassen müssen. Weltmeister Fernando Alonso (Spanien), der das Auftakrennen in Bahrain gewann, fuhr im Renault die fünftbeste Zeit, Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) landete auf Platz sechs. Dennoch war Schumacher ganz zufrieden. Man dürfe nicht nur auf die Zeiten schauen: "Wir haben das Auto weiter verbessert, das war ermutigend. Wir sollten auch hier wieder flott unterwegs sein."

Alexander Wurz war der Schnellste

Schnellster am Freitag war Williams-Testfahrer Alexander Wurz aus Österreich. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld belegte in seinem BMW-Sauber Position 15, Ralf Schumacher kam im Toyota nicht über Platz 18 hinaus. Neuling Nico Rosberg (Wiesbaden), der bei seinem Formel-1-Debüt in Bahrain als Siebter auf Anhieb in die Punkteränge gefahren war, wurde in seinem Williams nur an 22. Stelle notiert.

Abseits der Piste setzte sich der Wechselpoker um Räikkönen fort. Nach dem Husarenritt in Bahrain, wo er vom letzten Startplatz noch auf Rang drei nach vorne fuhr, hat jetzt offenbar auch Renault die Jagd auf den "fliegenden Finnen" eröffnet. Laut skandinavischen Medien wollen die Franzosen dem Silberpfeil-Piloten einen Zweijahresvertrag für insgesamt 48 Mill. Euro bieten.

© SID

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