Motorsport Formel1
Schumacher peilt zweiten "Heimsieg" in Folge an

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hofft am Sonntag beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring auf den zweiten Sieg. Der Ferrari-Pilot zeigte sich auf der offiziellen Pressekonferenz zuversichtlich.

Das zweite "Heimspiel" in Folge soll Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher den zweiten Saisonsieg bescheren. Der Kerpener, der zuletzt in Imola mit seinem Ferrari die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ, geht jedenfalls den Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) voller Zuversicht an. "Ich glaube, wir sind in einer Position, hier um den Sieg zu kämpfen", betonte "Schumi" am Donnerstag auf der offiziellen Pressekonferenz. Die begann für den siebenmaligen Champion auf Wunsch der Fotografen mit einem Händedruck mit seinem Bruder Ralf, der in der Eifel mit dem Toyota-Team ebenso ein Heimspiel hat wie BMW-Mann Nick Heidfeld (Mönchengladbach) und Formel-1-Neuling Nico Rosberg (Wiesbaden).

"Schumi" schon viermal auf dem Nürburgring erfolgreich

Erfolge auf dem Nürburgring haben alle deutschen Fahrer schon gefeiert. Michael Schumacher siegte in der Eifel schon viermal (1995, 2001, 2002, 2004), Ralf Schumacher gewann das Rennen 2003. Nick Heidfeld, der eine Blockade im Rücken auskuriert hat, holte im vorigen Jahr seine erste Pole Position und wurde im Rennen dann Zweiter. Und Nico Rosberg hat wie die drei Kollegen schon in unteren Rennserien auf dem Nürburgring auf dem Podest gestanden.

Eine Chance auf den Sieg am Sonntag hat aber wohl nur Michael Schumacher. "Wenn wir das Maximum aus dem Auto herausholen, werden wir überall schnell genug sein", sagte der 37-Jährige, der von einem erneuten Duell mit Weltmeister Fernando Alonso (Benetton-Renault), den "Silberpfeilen" von Mclaren-Mercedes und Honda ausgeht. "Es gibt drei andere Teams, die hier gewinnen können. Es sollte auch Mclaren-Mercedes dazu in der Lage sein", sagte der 37-Jährige, der Nachfragen nach dem voraussichtlichen Zeitpunkt seiner Zukunftsentscheidung abblockte. "Keine Änderung", meinte er, was bedeutet, dass er erst in ein paar Wochen sagen möchte, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Ferrari noch einmal verlängert.

Dass Schumacher Ferrari verlässt und noch einmal bei einem anderen Rennstall fährt, kann sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug "nicht vorstellen". Auch mit einem Rücktritt "Schumis" rechnet der Schwabe nicht. "Michael hat mehr geleistet in diesem Sport als jeder andere. Und beim Rennen in Imola konnte ich nicht sehen, dass er irgendetwas eingebüßt hätte. Da war alles da wie eh und jeh", sagte Haug, der sein Team im Vergleich zur Konkurrenz nicht ganz so schnell einschätzt wie im vorigen Jahr, als Kimi Räikkönen den greifbar nahen Sieg nur durch einen Aufhängungsbruch in der letzten Runde verpasste.

Dennoch ist Haug mit dem aktuellen Leistungsstand nicht unzufrieden. "Beim ersten Test im Januar waren wir noch im Nirgendwo. Ich glaube, danach hat sich niemand so gesteigert wie wir", sagte er. In der WM-Wertung liegt Vize-Weltmeister Räikkönen mit 18 Punkten hinter Renault-Mann Alonso (36) und Michael Schumacher (21) auf Rang drei - mit weniger Rückstand als 2005.

Ide nicht für Super Aguri am Start

Nicht sehen werden die Zuschauer am Wochenende allerdings den Japaner Yuji Ide. Sein Rennstall Super Aguri hat auf Anraten des Automobil-Weltverbandes FIA den 31-Jährigen aus dem Cockpit genommen und für diesen Grand Prix ihn durch den ehemaligen Renault-Testfahrer Franck Montagny aus Frankreich ersetzt. Der Weltverband hatte die Auffassung vertreten, WM-Neuling Ide fehle es noch an Fahrpraxis in der Formel 1.

"Für Ide war es schon schwierig, weil er ein Auto fährt, das eine Katastrophe ist, nicht viele Möglichkeiten zum Testen hat und selber nicht so sicher ist", sagte Michael Schumacher und nahm den Japaner, der vor allem in Imola ein Sicherheitsrisiko war und einen Unfall mit Midland-Pilot Christijan Albers (Niederlande) verursachte, ein wenig in Schutz.

© SID

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