Motorsport Formel1
Silberpfeil-Strafe fließt in Entwicklungsfond

Mclaren-Mercedes soll die Hälfte seiner Strafe von 100 Mill. Dollar im Zuge der Spionage-Affäre im Dezember an die FIA zahlen. Diese Summe soll dafür verwendet werden, einen FIA-Entwicklungsfond zu gründen.

Vier Tage nach dem letzten Rennen der Formel-1-Saison hat der Automobil-Weltverband FIA in Paris einige weitreichende Entscheidungen getroffen. So entschied das World Motor Sport Council, dass Mclaren-Mercedes die Hälfte seiner Strafe von 100 Mill. Dollar im Zuge der Spionage-Affäre im Dezember zahlen soll. Zugleich legte die FIA fest, dass diese Summe dafür verwendet wird, einen Entwicklungsfond zu gründen. Zudem verfügte das World Council, dass in der Formel 1 ab 2008 die Motorenentwicklung für zehn Jahre "eingefroren" wird und bestätigte, dass der erste Große Preis von Singapur am 28. September das erste Nachtrennen in der Geschichte der Königsklasse wird.

Der neue Entwicklungsfond, in dessen Führungsgremium die FIA Repräsentanten von Mercedes und Ferrari eingeladen hat, soll nationale Verbände bei Kampagnen für mehr Sicherheit im Motorsport unterstützen. Besonders sollen dabei Länder bedacht werden, in denen die Motorsport-Infrastruktur verbessert werden muss. Die restlichen 50 Mill. Dollar der Strafe dürften weitgehend den Fernsehgeldern entsprechen, die nach dem Urteilsspruch gegen die Silberpfeile mit der Komplettsumme verrechnet werden sollten.

Der zehnjährige Entwicklungsstopp der Motoren kann nach dem Wunsch der FIA erstmals nach fünf Jahren aufgehoben werden, wenn alle Beteiligten einstimmig dafür seien. Das "Einfrieren" der Triebwerke soll zudem den kompletten Motor und alle seine Teile betreffen, nachdem unter dem aktuellen Reglement noch bestimmte Änderungen erlaubt waren.

Verabschiedet hat das World Council zudem die Bitte von Ferrari, auch 2008 und 2009 zwei Teams mit Motoren beliefern zu dürfen. Dabei handelt es sich um Sebastian Vettels Rennstall Toro Rosso und Adrian Sutils Spyker-Team.

© SID

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